Von Kilkenny über die Ruinen des Rock of Cashel nach Cork

  • Rock of Cashel

Reisebericht Irland Tag 3

Von Kilkenny über die Ruinen des Rock of Cashel nach Cork

Heute standen wir etwas früher auf, damit wir noch vor dem Frühstück packen konnten. Punkt 8 Uhr saßen wir dann wieder in dem nett gedeckten, kleinen Frühstücksraum und gaben wie am gestrigen Morgen unsere Kaffee & Tee Bestellung beim erneut sehr gut gelaunten irischen Gastgeber auf. Auf größere Frühstücksspezialitäten verzichteten wir heute. Lustiger Weise trafen wir wie schon gestern auch beim Frühstück auf Deutsche, wie wir unschwer schnell heraus hörten. Schon witzig. Wir plauderten ein wenig, tauschten unsere Reiserouten aus und genossen dabei Tee und Essen.

Auf in den Süden Irlands

Nach dem Frühstück schnappten wir uns dann im Grunde nur noch unsere Koffer und waren bereits auf dem Sprung, als unsere Gastgeberin mit der Quittung und fragendem Blick ankam. Anstatt wie von mir erwartet per automatischer Abbuchung von der Kreditkarte wollte sie gern Cash haben. Nun gut, war kein Problem, hätte man aber vielleicht auch schon früher mal erwähnen können. Glücklicherweise hatten wir, da wir noch am Anfang unsere Reise standen, genug Barreserven dabei. Kurze Zeit später saßen wir im Auto und brachen Richtung Süden auf. Unsere erste Station Dublin hatte uns schon mal sehr gut als Einstieg gefallen.

Kilkenny Castle

Per Schnellstraße und erstaunlich leerer Autobahn fuhren wir nun nach Kilkenny, wo wir unseren ersten Zwischenstopp eingeplant hatten. Das Kilkenny Castle, das wir uns dort anschauen wollten, war schnell gefunden. Schwieriger war es allerdings, einen passenden Parkplatz aufzutun. Wir fuhren einmal komplett am sehr großen Schlossgelände vorbei, drehten dann um und fanden schließlich in einer Seitenstraße noch einen kleinen, kostenpflichtigen Parkplatz.

Rock of Cashel

Kilkenny Castle

Das Wetter meinte es heute extrem gut mit uns, bei leichter Bewölkung, rund 20° Celsius und so gut wie keiner „Luftfeuchtigkeit“ spazierten wir wohlgelaunt auf das Schloss zu. Ein herrliches Gemäuer. Schon von außen absolut sehenswert mit einem riesigen, wunderschönen und sehr gut gepflegtem Schlosspark.

Rock of Cashel

Kilkenny Castle

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen und schauten uns auch das Innere an. Eintritt war preislich ok, leider durfte man jedoch keine Fotos machen, woran ich mich natürlich hielt. Die Räume waren allesamt mit viel Liebe und Sorgfalt restauriert worden. Es machte Spaß, die einzelnen Räume zu erkunden und sich ein wenig in vergangene Zeiten zurückversetzt zu fühlen. Auch für Lucas war das Schloss extrem spannend. Nachdem wir mit allen Räumen durch waren, ging es wieder nach draußen, wo wir ausführlich Fotos von dem tollen Komplex und jede Menge Selfies von uns selbst machten. Ein echt schöner Stopp auf unserer Fahrt Richtung Cork.

Rock of Cashel

Springbrunnen vor dem Kilkenny Castle

Schloss Ormond

Anschließend schlenderten wir wieder zum Auto und weiter ging die Fahrt Richtung Süden. Unser nächstes Ziel war das Schloss Ormond, das sich kurz nach Waterford in Carrick-on-Suir befindet. Hier allerdings wurden wir ziemlich enttäuscht. Die in einigen Reiseführern als Schloss deklarierte Sehenswürdigkeit entpuppte sich als recht klägliche Ruine eines kleinen Herrenhauses, das zudem zurzeit aufgrund von Baumaßnahmen komplett für Besucher gesperrt war.

Rock of Cashel

Ormond Castle Ruine

Rock of Cashel

Betreten verboten

Großzügig umzäunt gab es im Grunde NICHTS zu sehen, so dass wir nach wenigen Minuten direkt wieder aufbrachen. Würde ich definitiv mal als „Flopp“ verbuchen.

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Die Fahrt führte uns nun weiter nach Cashel, wo wir uns das „Rock of Cashel“ anschauen wollten. Wir parkten direkt mitten im Ort und liefen dann zu Fuß die kleine Strecke bis zur Burgruine. Nach dem sehr intakten Schloss in Kilkenny ein absolut wundervoller Kontrast. Auf einem Hügel über der Stadt gelegen thront die Ruine majestätisch über der Stadt und weiß nicht nur mit ihrem Gemäuer selbst, sondern auch mit dem Blick über die herrliche Landschaft Irlands, zu beeindrucken.

Rock of Cashel

Wunderschöner Ausblick

Der Eintritt war schnell gelöst und so begannen wir die Erkundung der spannenden Anlage. Besonders angetan hatte es mir die Rückseite der Ruine, wo es einige sehr schöne und vor allem unglaublich alte Gräber zu bestaunen gab. Wunderschön verzierte Kreuze und Grabsteine, die mich erneut an die Legenden und Mythen der Kelten denken ließen. Was für eine herrliche Atmosphäre. Die Ruine, die Gräber, die tolle Landschaft – wir alle drei waren total begeistert.

Rock of Cashel

Grabstätten

Rock of Cashel

Einst Kathedrale

Rock of Cashel

Rock of Cashel Impression

Rock of Cashel

Rock of Cashel Impression

Nach einem ausführlichen Gang um und durch die Ruine setzten wir uns noch ein paar Minuten vor das Gemäuer auf eine Bank und lauschten dem Klang von Harfe und Geige, die von zwei Mädchen gespielt, wunderschön die Stimmung des Ortes untermalten. Herrlich!

Rock of Cashel

Traditionelle Musik

Rock of Cashel

  • Berg besitzt lange und bewegte Geschichte.
  • Befindet sich bei der Stadt Cashel etwa 20 km nördlich von Cahir im County Tipperary.
  • Einer der größten Besuchermagneten in Irland.
  • Gilt als irisches Wahrzeichen.
  • Als Sitz von Feen und Geistern schon im Altertum verehrt.
  • War im Laufe der Zeit Clansitz, Königsfestung und Bischofssitz.
  • Liegt hier auf einem Kalksteinfelsen im sogenannten “Goldenen Tal”.
  • Besteht aus Ansammlung mittelalterlicher Gebäude.
    • Rundturm – aus dem 12. Jahrhundert, 28 Meter hoch, stammt vermutlich von 1101.
    • Hochkreuz – St. Patricks-Kreuz genannt, ebenfalls 12. Jahrhundert.
    • Romanische Kapelle – von König Cormac III von Munster, im Jahr 1127 begonnen und im Jahre 1134 geweiht.
    • Gotische Kathedrale – aus dem 13. Jahrhundert, gotische Kreuzkirche.
    • Burg – aus dem 15. Jahrhundert.
    • Restaurierter Saal der Chorvikare – von Erzbischof O’Hedian im 15. Jh.
  • Audiovisuelle Vorführung und mehrere Ausstellungen vorhanden.

Legenden & Sagen rund um Rock of Cashel

Der Sage nach war der Teufel gerade dabei, einen Bissen aus den nahe gelegenen Slieve Bloom Mountains zu sich zu nehmen. Da entdeckte er, wie der Heilige Patrick eine Kirche im Goldenen Tal baute. Daraufhin spie er den steinigen Bissen angewidert aus. Der Felsen landete in Cashel, wo er sich 65 Meter über der Ebene erhebt.

Der Heilige Patrick machte Cashel einst zum Bischofssitz und soll hier im Jahr 450 König Aengus getauft haben. Während der Zeremonie soll Patrick versehentlich seinen Bischofsstab in den Fuß von Aengus gerammt haben, was dieser irrtümlicherweise für ein christliches Taufritual hielt und gleichmütig ertrug, ohne sich die Schmerzen ansehen zu lassen.

Link Tipps

Wikipedia
Heritageland

Kontakt

Adresse: St. Patrick’s Rock of Cashel, Cashel, Grafschaft Tipperary
Tel: +353 62 61437
Mail: [email protected]

Öffnungszeiten

  • Anfang Sep – Mitte Okt: täglich 9.00 Uhr – 17.30 Uhr
  • Mitte Okt – Mitte Mär: täglich 9.00 Uhr – 16.30 Uhr
  • Mitte Mär – Anfang Jun: täglich 9.00 Uhr – 17.30 Uhr
  • Anfang Jun – Anfang Sep: täglich 9.00 Uhr – 19.00 Uhr
  • Letzter Einlass: 45 Minuten vor Schließung
  • Vom 24.12. bis 26.12. geschlossen

Eintrittspreise

  • Erwachsene: 6.00 EUR
  • Senioren: 4.00 EUR
  • Kinder und Studenten: 2.00 EUR
  • Familienkarte: 14.00 EUR

 

Cashel

Da aber bereits unsere Mägen knurrten – es war bereits 13 Uhr durch – machten wir uns nun wieder auf den Weg in den Ort und suchten uns nun etwas, um uns zu stärken. Unsere Wahl fiel auf ein kleines Bistro-ähnliches Lokal, in dem wir gerade noch so einen Tisch bekamen. Wir bestellten uns leckere Chicken Sandwiches und für Lucas seine geliebte Tagessuppe und verschnauften erst einmal kräftig während wir auf unser Essen warteten. Das Warten jedoch lohnte, denn alles schmeckte vorzüglich.

Rock of Cashel

Chicken Sandwich mit Pfeffersauce

Zwischenzeitlich musste ich allerdings noch einmal rasch zum Auto eilen, um das Parkticket zu erneuern. Hätte ich in Deutschland sicher einfach drauf ankommen lassen – hier in Irland bin ich da allerdings lieber vorsichtig. Wieder zurück im Lokal vertilgte ich noch den Rest, bevor es dann ans Bezahlen ging. Zu unserer Überraschung war auch hier nur Bezahlung per Cash möglich – so langsam brauchten wir wohl früher als gedacht tatsächlich Nachschub. Also liefen wir nach dem Essen noch eine Runde durch den Ort, in der Hoffnung, einen Geldautomaten zu finden. Nach einer größeren Runde wurden wir fündig und stockten unsere Reserven wieder auf.

Rock of Cashel

Unterwegs in Cashel

Auch dieser Stopp hatte uns ausgesprochen gut gefallen. Nun traten wir unsere letzte Etappe an, um nach Cork zu fahren. Wir passierten leider ziemlich genau zur Rushhour die Stadtgrenze, was sich an recht zähem Verkehr in der auf den ersten Blick nicht sehr attraktiven Innenstadt bemerkbar machte. Als wir uns unserem Ziel näherten hatte ich schon Angst, dass ich etwas mitten in diesen sehr stark befahrenen und wenig ansehnlichen Straßen gebucht hatte. Aber ich hatte Glück. Plötzlich wurde die Gegend deutlich freundlicher und ruhiger und ehe wir uns versahen, stolperten wir quasi auch schon über unser gebuchtes B&B, dem Garnish House. Parkplätze gab es ausreichend direkt vor dem Haus und so schnappten wir uns unsere Rucksäcke und gingen erst einmal hinein, um unser Zimmer klar zu machen.

Garnish House

Rock of Cashel

The Garnish House

Allerdings folgte nun etwas, mit dem wir so gar nicht gerechnet hatten. Wir wurden super freundlich und zuvorkommend begrüßt und erst einmal auf einen Tee und Gebäck eingeladen! Das nahmen wir natürlich gern an. Uns wurde sehr leckerer Earl Grey gereicht, zusammen mit Gebäck, Kuchen und kleinen Brötchen. Wow! Das war ein toller Einstand. Wir plauderten ein wenig mit dem Herrn, der uns so perfekt willkommen hieß, ließen uns ein wenig über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten erklären und lauschten aufmerksam, als er uns vom super umfangreichen Frühstück vorschwärmte. Wir waren gespannt!

Rock of Cashel

Einladung zum Tee

Erst dann wurden wir – erneut super freundlich und zuvorkommend – zu unserem Zimmer geführt. Dieses lag im auf der anderen Straßenseite liegenden Gebäude und war, da nach hinten heraus, sehr ruhig gelegen. Perfekt. Das Zimmer selbst war ähnlich groß wie unsere letzte Unterkunft in Dublin, hatte aber ein deutlich größeres Bad und gefiel uns daher sehr. Das WLAN war etwas schwach auf der Brust, aber ich konnte es zumindest nutzen.

Rock of Cashel

Park in der Nähe

Abendspaziergang in Cork

Wir verweilten nur kurz und brachen dann noch zu einem kleinen Spaziergang in der scheinbar sehr netten Gegend auf. Nur wenige Hundert Meter weiter befand sich das UCC, ein College, das echt sehr nett aussah. In solch alten und schönen Gemäuern zu studieren, muss herrlich sein. Einen wirklich schönen Campus gab es obendrein. Klasse. Da kann meine damalige Fachhochschule in Berlin nicht wirklich mithalten.

Rock of Cashel

Campus der UCC

Rock of Cashel

Studieren in alten Mauern

Wir liefen weiter, überquerten den Fluss und wollten eigentlich nur eine kleine Runde drehen, die dann aber mangels Rückwegalternative immer größer und größer wurde. Unser Problem – es bog schlichtweg kein Weg in die von uns gewünschte Richtung ab. So trabten wir also zusehends müder immer weiter, bis wir schließlich doch noch mit schmerzenden Füßen wieder an unserem B&B ankamen. Auf einen Einkauf oder eine Supermarktsuche verzichteten wir daher. Ich schrieb noch ein paar Berichte am Laptop und fiel dann bald genauso müde ins Bett wie der Rest meiner Familie. Schlachtplan für morgen machten wir natürlich noch, aber das war dann auch relativ fix erledigt. Mal sehen, was Cork uns so alles zu bieten haben würde.

 

Reiseberichte unserer Irland Reise in der Übersicht:

Tag 1 – Anreise nach Dublin, doch einer blieb auf der Strecke!
Tag 2 – Von den Wikingern in Dublin zu den Kelten in Glendalough
Tag 3 – Von Kilkenny über die Ruinen des Rock of Cashel nach Cork
Tag 4 – Was Cork mit einem geküssten Stein, der Titanic und Whiskey zu tun hat
Tag 5 – Drombeg Steinkreis, Mizen Head, Bantry House und Kenmare
Tag 6 – Muckross House, Ross Castle, Muckross Abbey, Torc Waterfalls
Tag 7 – Ring of Kerry, Ring of Beara, Molly Gallivan’s
Tag 8 – Dingle, Slea Head Drive, Blennverville Windmill
Tag 9 – Bunratty Castle, Cliffs of Moher, The Burren, Knappogue Castle
Tag 10 – Dunguaire Castle, Aillwee Cave, Kilkee Cliff Walk
Tag 11 – Menlo Castle, Galway, Galway Cathedral, Atlantaquaria
Tag 12 – Unterwegs in Connemara – Ross Errilly, Ashford Castle, Kylemore Abbey
Tag 13 – Westport, Connemara Nationalpark, Clifden, Sky Road, Abbeyglen Castle
Tag 14 – Clonmacnoise & Dublin Castle
Tag 15 – Rückreise & Fazit

Ich freue mich über Feedback und beantworte dir gern deine Fragen zu Irland!

Zusammenfassung
Von Kilkenny über die Ruinen des Rock of Cashel nach Cork
Titel:
Von Kilkenny über die Ruinen des Rock of Cashel nach Cork
Inhalt:
Der Rock of Cashel war eindeutig der Höhepunkt unseres heutigen Reisetages auf dem Weg von Dublin nach Cork. Doch auch das Kilkenny Castle war toll!
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10.09.2015|Irland, Reiseberichte|

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2 Kommentare auf "Von Kilkenny über die Ruinen des Rock of Cashel nach Cork"

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Sabrina
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Ich war bereits 2x am Rock of Cashel und finde es jedes Mal aufs Neue super schön dort. Leider steht das Baugerüst mittlerweile schon ewig davor :/ Und es ist oft total überlaufen. Einmal waren wir die erste Gruppe dort sodass ich zumindest für ein paar Minuten den kompletten Friedhof für mich alleine hatte. Herrlich!

Mit dem Kilkenny Castle, bzw. Kilkenny an sich, konnte ich absolut nichts anfangen. Während meine Begleitung ins Schloss ging blieb ich draußen und sah mir die nähere Umgebung an.

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