Tag 1 – Anreise nach Dublin, doch einer blieb auf der Strecke!

  • Anreise nach Dublin

Irland

Tag 1 – Anreise nach Dublin, doch einer blieb auf der Strecke!

Unsere Anreise nach Dublin begann ganz gemütlich mit einem normalen Frühstück daheim in Freiburg. Die Koffer hatten wir bereits am Vortag fast fertig gepackt und unser Kater war bereits in sein Feriendomizil übergesiedelt. Gegen 9 Uhr verließen wir dann die heimische Wohnung und zu unserem Erstaunen kam unser vorbestelltes Taxi dieses Mal sogar vor der Zeit. Bisher hatten wir da eigentlich immer anderweitige Erfahrungen gesammelt. So kamen wir pünktlich am Hauptbahnhof Freiburg an und positionierten uns entsprechend dem Wagen-Plan. Wie immer kommt es aber anders als man denkt – der Zug fuhr natürlich in umgekehrter Wagenreihung ein. Grmpf. Wir hetzten also einmal quer über den Bahnsteig und erreichten gerade noch rechtzeitig unseren Wagon, so dass wir uns nicht erst im Zug durch alle Abteile schieben mussten. Die Reservierung hatte wie immer einwandfrei funktioniert. Wir hatten wieder Plätze mit Tisch ergattern können.

Anreise nach Dublin

Die Fahrt verlief bis Karlsruhe recht ruhig – abgesehen von einem Trupp Schweizer, der sich lautstark und wohl gelaunt unterhielt. Dann jedoch kam eine Durchsage, die ich so auch noch nicht gehört hatte. Der Zug würde aufgrund hohen Fahrgastaufkommens nicht weiterfahren, bis nicht alle in den hinteren Abteilen stehenden Fahrgäste in die vorderen Abteile umziehen würden. Das taten sie dann wohl auch. Das Prozedere kostete allerdings 10 Minuten der pünktlichen Abfahrtzeit. Uns war es relativ egal, schließlich hatte ich großzügig gebucht, so dass wir in Frankfurt noch mehr als 3 Stunden Zeit haben würden. Das Spielchen mit dem zu hohen Fahrgastaufkommen wiederholte sich dann noch ein, zwei Mal, so dass der Zug letztendlich mit 20 Minuten Verspätung in Frankfurt ankam.

Unser erster Weg führte uns nun zur Gepäckaufgabe – Bordkarten hatte ich bereits daheim per Online-Check-in ausgedruckt. Zwei unserer Koffer gaben wir auf, der dritte kam ins Handgepäck. Natürlich hofften wir, dass beide Koffer wie immer gut ankommen würden. Sollte sich allerdings dieses Mal leider nicht bewahrheiten. Aber dazu später mehr. Wir suchten jetzt erst einmal etwas zu essen. Uns schwebte ein McDonalds oder ähnliches vor. Wie schon so oft hier in Frankfurt suchten wir allerdings ewig, bis wir ihn fanden.

Notiz an mich selbst: Um am Frankfurter Flughafen die Food-Meile (Untergeschoss) mit den Fastfood-Läden zu finden, am besten den Mietwagenschildern folgen, die wesentlich besser ausgeschildert sind, als McDonalds & Co!

So gestärkt gingen wir nun zu den Sicherheitskontrollen, wo wir das zweifelhafte Vergnügen hatten, durch ein etwas abseits gelegene Station geleitet zu werden, die einen Body-Scanner in Benutzung hatte. Brav entledigten wir uns aller metallenen Gegenstände. Selbst Taschentücher & Co nahmen wir aus den Taschen. Resultat war: Bei uns allen drein schlug der Scanner an. Vor allem ich wurde im Anschluss extrem genau gefilzt, obwohl ich außer Socken, Jeans und T-Shirt NICHTS mehr trug. Idiotisch. Scheinbar ist diese Technik bisher alles andere als ausgereift. Selbst einer der Kontrolleure meinte, er ziehe dem Ding gleich den Stecker. Sagt wohl alles. Naja, wir sammelten alle unsere Sachen wieder ein, verstauten ausgepackte Kameras, Laptop & Co und schlenderten Richtung Gate. Dieses war bisher nur vorläufig, so dass wir also erst einmal in einem Wartebereich Platz nahmen, nachdem wir dem nahen Duty Free Bereich einen Besuch abgestattet hatten.

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Warten am Abflug Gate

Wenig später erschien unser Gate und wir machten uns auf dem Weg. Das Boarding begann dann auch alsbald – allerdings bekleckerte sich die Lufthansa hier dieses Mal nicht mit Ruhm. Kaum Durchsagen und ein etwas chaotisches Anstehen überlebten wir trotzdem, so dass wir mit unserem Flieger pünktlich abheben konnten. Der Flug von 1 Stunde und 40 Minuten ging flott vorbei – ein Stück Kuchen und Getränke gehörten zum kostenlosen Service dazu. Ist schon was anderes als mit easyJet & Co. Auch merklich mehr Beinfreiheit war vorhanden und – hurray – die Lehne konnte nach hinten verstellt werden.

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Abflugbereit

Um 17 Uhr Ortszeit landeten wir in Dublin und eigentlich wollten wir jetzt nur schnell unser Gepäck abholen, um zügig den reservierten Mietwagen abholen zu können. Unser Gepäckband fanden wir fix und nach ein wenig Wartezeit rollte es los.

Und wo bleibt unser Koffer?

Koffer kamen und gingen und als ich schon langsam nervös wurde, kam auch unser erster Koffer endlich an. Tja, aber wo blieb der zweite? Die Koffer auf dem Band wurden immer weniger – von unserem zweiten Koffer keine Spur. Allerdings standen noch mindestens 20 weitere Parteien um uns herum und warteten wie wir. Muss dann wohl also noch was kommen, dachten wir. Aber Pustekuchen! Weitere 20 Minuten später wurde das Band abgestellt und es erschall die Ansage, dass Fluggäste des Flugs LH980 – unser Flug, die noch kein Gepäck hätten, sich bitte an den Sky Desk begeben sollten, um das vermisste Gepäck zu melden. Na super. Alle stürmten also los, wir ebenso.

Die Schlange war lang, der Frust groß – da war sie also unsere Premiere. Zum ersten Mal kam einer unserer Koffer nicht an. Ich kämpfte mich durch das Formular und füllte alles so gut wie möglich auf Englisch aus, um unseren Koffer als vermisst zu deklarieren. Ein klein wenig Hoffnung blieb jedoch. Wir sind die ersten beiden Nächte ja in Dublin untergebracht. Vielleicht würden wir Glück haben und er würde am nächsten Tag angeliefert?! Auch unsere zweite Adresse gab ich sicherheitshalber mit an. Aber irgendwie sagte mir mein Gefühl, den Koffer werden wir so schnell nicht wieder sehen. Ätzend. Aber wenigstens hatten wir 50% unserer Sachen, etliche andere Passagiere gingen ganz leer aus. Verstehen kann ich aber ehrlich gesagt nicht, wie rund 20-30 Koffer plötzlich nicht ankommen. Unsere Maschine war überbucht und voll – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Absicht, um Gewicht zu sparen? Wer weiß. Mal schauen, wie das weiter gehen würde.

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Da waren sie noch zu dritt

Glücklicherweise haben wir die Klamotten gut gemischt gepackt. Jeder hatte also wenigstens die Hälfte an Sachen da. Glück im Unglück: Zahnbürste und Hygieneartikel waren in dem Koffer, der angekommen ist. Pech dagegen: diverse Medikamente im anderen. Dann hoffen wir einfach mal, dass wir nichts brauchen werden.

Mietwagen abholen

Reichlich frustriert und inzwischen schon echt spät dran schrieb ich der Unterkunft erstmal eine Mail, dass wir später kommen würden, denn die vereinbarte Zeit war längst abgelaufen. Dann also jetzt zum Mietwagen. Gestern noch hatte ich meinen eigentlich bei Enterprise reservierten Wagen storniert. Mir war kurz zuvor gerade noch rechtzeitig aufgefallen, dass Enterprise das elektronische Maut System in Dublin nicht unterstützt. Hertz dagegen registriert und verbucht die Maut automatisch und so buchte ich noch einmal entsprechend um, auch wenn es mich ein paar Euro teurer zu stehen kam. Aber bei Hertz weiß ich wenigstens, woran ich bin und dass dort alles immer ohne Probleme abläuft.

Zur Mietwagenstation mussten wir mit dem Shuttle Bus fahren. Auch das dauerte wieder ein wenig. Immerhin gelang es mir, als erster aus dem Bus und ins Gebäude zu stürmen, so dass ich nur wenige andere Kunden vor mir hatte. Trotzdem dauerte es nun wieder seine Zeit, bis wir dran waren. Irgendwie hatten die Mitarbeiter absolut die Ruhe weg. Dauerte gefühlt ewig, bis jemand mal komplett abgefertigt worden war. Als wir dran kamen, eröffnete man uns ein kostenloses Upgrade, was wir natürlich gern annahmen. Es wurde ein geräumiger, aber nicht übermäßig großer Volvo, der zwar einiges an Kratzern hatte – die ich natürlich gut foto-dokumentierte – aber sonst echt schick war. Ungewohnter Weise stieg ich nun auf der rechten Seite ein und begann mich erst einmal mit dem Wagen vertraut zu machen. Schalthebel links. Check. Handbremse per Knopfdruck rechts. Check. Blinker. Check. Scheibenwischer. Check. Konnte also losgehen.

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Unser Mietwagen

Wir studierten noch ein wenig unsere Karten und besprachen den Weg. Auch eine App mit einer GPS Navigation hatte ich vorab schon geladen und griffbereit. Los ging‘s. Links. Links fahren, Micha. Links! Das schärfte ich mir mehrmals ein und ehe ich es mich versah, war ich dann auch schon auf dem Zubringer zur M50. Verdammt ungewohnt, mit links zu schalten. Die Gänge zu finden, in der Spur nicht zu weit links zu fahren, Auffahrten gefühlt verkehrt herum einfahren – alles nicht so einfach. Aber irgendwie kam ich ganz gut klar und auch Susi hatte heute einen klasse Tag beim Kartenlesen, so dass wir ohne eine einzige Links-Rechts-Verwechslung unseren Weg souverän fanden. Einmal fuhren wir an falscher Stelle aus einem Kreisverkehr, aber das war schnell wieder korrigiert.

Fahrt durch Dublin

Unser B&B hatte die Hausnummer 77 und so fuhren wir, beginnend bei 500er Nummern langsam Richtung Ziel. Gerade als wir langsam das Gefühl bekamen, wir hätten es verfehlt, riefen Lucas und Susi plötzlich im Chor: „Da ist es!“ Gefunden! Perfekt. Wenige Meter weiter war direkt an der Hauptstraße ein Parkplatz frei. Keine gelben Linien. Sonntags kostenlos parken. Den nahmen wir. Wir stellten das Auto ab und beschlossen, es hier bis Montag stehen zu lassen. Dublin wollten wir am nächsten Tag ohnehin lieber zu Fuß erkunden.

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Portobello B&B

Unsere Vermieterin Eileen, die uns dann öffnete, war warmherzig und sehr freundlich. Sie zeigte uns unser nettes kleines Zimmer, gab uns noch ein paar Ratschläge und organisierte mir später auf Nachfrage sogar noch eine Nadel, die ich brauchte, um die SIM Karte in meinem Handy zu wechseln. Es folgte noch ein schneller Einkauf beim Supermarkt um die Ecke – ein paar Teilchen, Getränke und Süßigkeiten mussten als Abendbrot genügen. Den Rest des Abends ließen wir auf dem Zimmer ausklingen, nachdem wir Inventur gemacht und festgestellt hatten, dass alle wirklich wichtigen Dinge (wie Ladekabel etc.) in dem Koffer waren, der angekommen ist. Glück im Unglück! Ich checkte noch schnell das vorhandene gute WLAN und dann sagten wir uns alsbald gute Nacht, in der Hoffnung, morgen unseren Koffer wiederzusehen. Mal schauen. Mein Gefühl sagte mir, entweder morgen oder gar nicht. Was es wohl werden würde? Die Anreise nach Dublin war jedenfalls geschafft. Das war das Wichtigste. Nun konnte unser Abenteuer Irland am nächsten Tag so richtig losgehen und darauf freuten wir uns sehr!

Unterkunft

Unterkunftsinfo - Portobello B&B - 77 South Circular Road, Dublin, Irland

Webseite:
www.portobellobandb.com

Das nette B&B liegt südlich der Innenstadt von Dublin, die man von hier aus sogar zu Fuß sehr gut erreichen kann. Parken kann man in den Nebenstraßen in der Nähe, bei Bedarf stellen die Besitzer Park Discs oder auch Parkplätze vor den eigenen Garagen zur Verfügung. Achtung, auf der Hauptstraße vor der Tür darf zu bestimmten Zeiten gar nicht geparkt werden!
Das Ehepaar Coughlin, das das B&B betreibt ist sehr freundlich und hilfsbereit, vor allem Paul, der Herr des Hauses ist super nett und plaudert auch ganz gern mal ein wenig mit einem.
Unser Zimmer war klein, aber sehr nett und vollkommen ausreichend. Das Bad war ok, aber war leider winzig. Dafür war das Zimmer absolut ruhig und auch das WLAN funktionierte einwandfrei.
Zum Frühstück gab es ein kleines Büfett mit Cerealien, Obst, ein paar Teilchen, Wurst und Käse und eine komplette Karte mit irischen Frühstücksspezialitäten. Man konnte morgens direkt einfach auswählen und bekam dann sein Frühstück in dem kleinen, aber sehr gemütlichen Frühstücksraum serviert. Genauso hatten wir uns ein irisches B&B vorgestellt.
Zudem war die Lage für uns einfach perfekt. Die Innenstadt in Reichweite, ein Supermarkt mit großzügigen Öffnungszeiten nur wenige Meter entfernt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war mehr als ok.
Wir waren super zufrieden und können das B&B jedem Dublin Besucher nur empfehlen!

In Sternen ausgedrückt bewerten wir wie folgt:

Lage:
sterne_3t

Lautstärke:
sterne_3t

Sauberkeit: 
sterne_2t

Frühstück:
sterne_3t

Komfort:
sterne_2t

[Sterne auf einer Skala von 1 – 3. Je mehr, desto besser, leiser, sauberer etc.]


 

Reiseberichte unserer Irland Reise in der Übersicht:

Tag 1 – Anreise nach Dublin, doch einer blieb auf der Strecke!
Tag 2 – Von den Wikingern in Dublin zu den Kelten in Glendalough
Tag 3 – Von Kilkenny über die Ruinen des Rock of Cashel nach Cork
Tag 4 – Was Cork mit einem geküssten Stein, der Titanic und Whiskey zu tun hat
Tag 5 – Drombeg Steinkreis, Mizen Head, Bantry House und Kenmare
Tag 6 – Muckross House, Ross Castle, Muckross Abbey, Torc Waterfalls
Tag 7 – Ring of Kerry, Ring of Beara, Molly Gallivan’s
Tag 8 – Dingle, Slea Head Drive, Blennverville Windmill
Tag 9 – Bunratty Castle, Cliffs of Moher, The Burren, Knappogue Castle
Tag 10 – Dunguaire Castle, Aillwee Cave, Kilkee Cliff Walk
Tag 11 – Menlo Castle, Galway, Galway Cathedral, Atlantaquaria
Tag 12 – Unterwegs in Connemara – Ross Errilly, Ashford Castle, Kylemore Abbey
Tag 13 – Westport, Connemara Nationalpark, Clifden, Sky Road, Abbeyglen Castle
Tag 14 – Clonmacnoise & Dublin Castle
Tag 15 – Rückreise & Fazit

Ich freue mich über Feedback und beantworte dir gern deine Fragen zu Irland!

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24.08.2015|Irland, Reiseberichte|

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2 Kommentare auf "Tag 1 – Anreise nach Dublin, doch einer blieb auf der Strecke!"

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Michaela Streuselberger
User

Lieber Michael, zuerst möchte ich dir ganz, ganz herzlich zu dieser Seite gratulieren. Ich finde dein Reisetagebuch sehr interessant, toll geschrieben und deine Fotos sind ein Wahnsinn.
Ich fahre in ca. 2 Wochen mit meiner Familie nach Irland für 8 Tage, wir machen auch eine Auto-Rundreise und es war total spannend deine Berichte und Tipps zu lesen. Vielen Dank und nochmals herzliche Gratulation!

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