Der Freiburger Weihnachtszirkus Circolo

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Willkommen in der Manege

Der Freiburger Weihnachtszirkus Circolo

Schon lange wollten wir einmal den Freiburger Weihnachtszirkus Circolo besuchen und dieses Jahr habe ich endlich mal dran gedacht, rechtzeitig genug gute Karten vorzubestellen. Schon als Kind waren Zaubershows und Zirkusse für mich einfach nur faszinierend – etwas, das ich mir bis heute bewahren konnte. Auch Lucas und Susi mögen den Zirkus natürlich sehr und so gönnten wir uns dieses Jahr die nicht ganz preiswerten Karten, um dem Weihnachtszirkus Circolo einen Besuch abzustatten.

Willkommen im Weihnachtszirkus Circolo

Das beeindruckende Zelt des Circolo wurde auch in diesem Jahr wieder auf dem Messegelände in Freiburg aufgebaut, was natürlich den großen Vorteil hat, dass ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Wir erreichten das Zelt etwa eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn und schauten uns nun erst einmal im beeindruckend großen Vorzelt um, wo Getränke, Snacks, Popkorn & Co. erworben werden konnten. Ich war schon in so manch kleinem Zirkus, dessen Zelt kaum größer war als dieses Vorzelt. Das machte uns verdammt neugierig auf das Hauptzelt!

Weihnachtszirkus

 

Kurz vor 15 Uhr war es dann soweit. Der Einlass erfolgte und wir fanden schnell und zielstrebig unsere tollen Plätze in der zweiten Reihe in der Loge 5, die direkt in Front der Zirkusmanege lag. Klasse!! Das nenne ich mal super Plätze! Die Reihen füllten sich schnell und dann wurde es auch schon dunkel und die so typische Musik eines Zirkus – gespielt von einem Live Orchester setzte ein. Die Begrüßung übernahm Adelheid Hetzel-Mack, die zusammen mit ihrer Familie den Circolo nun schon das elfte Jahr in Folge veranstaltet.

Und dann kamen sie auch schon – nein, gemeint sind nicht die Artisten, sondern Habbe und Meik. Das Duo, dem der Begriff “Clowns” eigentlich nicht gerecht wird, überzeugt ganz ohne Worte. Maskenkünstler würde es wohl eher beschreiben. Mit viel Witz, Charme und Humor sollten wir sie an diesem Abend einige Male erleben dürfen.

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Nach dieser kleinen Einstimmung übernahm nun die zauberhafte und charmante Julica Goldschmidt von baden fm die Führung durch einen wunderschönen Abend in der Welt des Zirkus. Und ich muss sagen, sie machte das hervorragend. Mit Charme, Witz und gewohnt angenehmer Stimme moderierte sie nicht nur die jeweils nächsten Akteure an, sondern gab auch viel Informatives und Spannendes rund um den Weihnachtszirkus preis. Ich fand es zudem sehr spannend, sie einmal live zu erleben, nachdem sie mich ja schon seit Ewigkeiten Morgen für Morgen im Autoradio auf den Weg zur Arbeit begleitet!

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Gruppe Cheban mit den Autoreifen

Der erste Act des Abends war die Gruppe Cheban, die mit Autoreifen Dinge anstellte, die ich so auch noch nie gesehen habe. Die 7 Artisten aus Moldavien drehten Saltos auf, von und zu sowie mit den Autoreifen und zeigten, dass man mit Ideen und Kreativität auch heute noch tolle Zirkusnummern erfinden und vorführen kann.

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Olga am Luftring

Dann kam Olga aus der Ukraine. Ihren Auftritt am Luftring lässt sich wohl am einfachsten mit “zauberhaft” beschreiben. Schwindelerregend hoch und mit unzählbaren Drehungen in luftiger Höhe um sich selbst zeigte sie unglaubliches Können und schaffte es, dass ich fast vergaß, ein paar Aufnahmen zu machen. Sie verblüffte mit Ausdrucksstärke, Leichtigkeit, Eleganz und zeigte wahre Artistik-Kunst. Ein wunderschöner Auftritt!

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Habbe & Meik

Nach so viel ernster Zirkuskunst wurde es nun wieder Zeit für ein paar komische Momente. Man nehme ein Brett, eine Klappleiter, zwei Masken und zwei Künstler, die auch ohne Worte ein ganzes Zirkuszelt zum Lachen bringen können. Fertig ist eine tolle Nummer, die nicht nur Kindern ein herzhaftes Lachen entlocken zu vermochte. Michael Aufenfehn und Hartmut Ehrenfeld, die unter den Masken stecken, überzeugen mit traumhaften Einfällen. Beide kommen usprünglich aus der Theater-Ecke und das merkt man auch. Aber gerade das fand ich an diesem Abend besonders schön.

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Jongleur Grisha Gregorie

Nun wurde uns der Dirigent des Zirkusorchesters vorgestellt, der sich jedoch sehr schnell als hervorragender Jongleur entpuppte, die mehr Bälle in der Luft umherwirbelte, als ich auf ein Foto zu bannen wusste. Diese Hand-Augen-Koordination ist schon verdammt beeindruckend – erst recht, wenn man berücksichtigt, dass die vielen Scheinwerfer und Lichter im Zirkuszelt ja noch zusätzlich erschwerend hinzukommen.

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Daniel Gollas, der Showflieger

Ähnlich leicht wie zuvor die Bälle ließ im nächsten Auftritt der Modellflugartist Daniel Gollas sein Leichtmodellflugzeug über unsere Köpfe hinweg schweben – und das vorwärts, kopfüber, seitwärts mit Pirouetten und Loopings und vielem mehr. Wahnsinn! Beeindruckend, was er mit seinem Fluggerät so alles anstellte. Selbst in der Luft stehend, ihn selbst umkreisend oder im Takt der Musik mit den Flügeln schwingend war für den Flieger kein Problem. Herrlich. Wer wird da nicht wieder zum Kind? Ich wette, nach einem solchen Auftritt schießen Verkäufe von Drohnen und Flugzeugen glatt in die Höhe. Lucas hat ja auch einen kleinen Hubschrauber zu Weihnachten von uns bekommen – mal schauen, ob und wann er dieses Niveau erreicht.

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Trio Yarmoshko am federnden russischen Barren

Das Trio Yarmoshko zeigte nun am federnden Barren, dass man für atemberaubende Artistik nicht viel braucht. Der Barren – auf den Schultern zweier starker Männer gehalten – und Sergey Yarmoshka mit seinen Salti und Sprüngen oben auf, beeindruckten uns sehr. Der Höhepunkt war ein abschließender Salto Mortale, wie der dreifache Rückwärtssalto im Fachjargon genannt wird – ein Kunststück, für das das Trio schon weltweit Applaus und Preise eingeheimst hat.

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Duo Sifolinis am Todesrad

Doch so richtig spektakulär wurde es nun mit dem Duo Sifolinis. Das Todesrad, das ich bisher nur einmal live in Las Vegas während einer Show des Cirque de Soleil gesehen habe, zog nun die Augen aller Anwesenden in ihren Bann. Der Name des beeindruckenden Geräts kommt dabei nicht von ungefähr. Erst 2013 starb bei eben jener Show im MGM Grand in Las Vegas eine Akrobatin.

Das Ganze nun so hautnah nur wenige Meter entfernt mitzuerleben, erzeugte sicher nicht nur mir eine Gänsehaut. Spätestens als einer der beiden Akrobaten beim Seilspringen auf dem schnell drehendem Rad kurz stolperte, war – begleitet von einem erschrockenden Raunen – jedem im Publikum klar, dass diese Kunststücke lebensgefährlich sind. Genauso hatte Julica das auch angekündigt und ausdrücklich das Fotografieren mit Blitzlicht oder andere ablenkenden Einflüsse verbeten. Zu recht! Ob mit Salto, ob laufend, ob mit verbundenen Augen oder eben Seil springend – die beiden Bulgaren rissen mit perfektem Timing und maximalem Konzentrationsvermögen auch den letzten Besucher bildlich gesprochen von seinem Sitz. Einfach nur Wahnsinn, was die beiden da auf, im und über dem schnell rotierenden Rad in luftiger Höhe vorführten!

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Olga und Olena am Vertikaltuch

Nach so viel Aufregung wurde es nun wieder Zeit für eine besinnliche und kunstvolle Darbeitung. Olga – nun zusammen mit ihrer Kollegin Olena im Duo – wusste erneut zu verzaubern. Die beiden Frauen vollführten beeindruckende Kunststücke an den Vertikaltüchern. So spielerisch leicht und sinnlich diese Darbietung jedoch auch sein mochte – ich bin sicher, da stecken viele, viele Jahre harten Trainings an der Staatlichen Hochschule für Varieté- und Circuskünste in Kiew dahinter. Mit Charme, Eleganz und beeindruckender Sicherheit schienen die beiden teilweise einfach zwischen den Tüchern zu schweben. Ein wundervoller Anblick.

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Masquerade zieht sich um

Das Duo Masquerade bestehend aus der Engländerin Jade Haley und ihrem männlichen Gegenpart Nikolay überraschte nun mit ihren super schnellen “Umzugs-Künsten”. Ein neues Outfit in Sekunden? Und das am laufenden Band? Kein Problem! So mancher Mann würde dieses Kunststück wohl auch gern mal seiner Frau beibringen, wenn diese mal wieder beim Blick in den Kleiderschrank nicht weiß, was sie anzuziehen soll. Der Auftritt gehört wohl inzwischen durchaus zu den Klassikern, wusste aber trotzdem zu gefallen. Vor allem das Finale war schon toll – überschüttet von Konfetti und eben noch quasi in Unterwäsche dargestanden, verzauberte Jade plötzlich wieder in langem Abendkleid das Zirkuspublikum.

“Es war schon als Kind ein Traum von mir, einmal Circus zu machen. Ich wuchs in der Nähe vom Wiehre Bahnhof auf und war immer dabei, wenn Schausteller oder ein Circus ihre Wagen von den Bahnwagen holten. Mit dem Circolo in Freiburg habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Ich liebe den Circus. Es gibt atmosphärisch kaum etwas Vergleichbares. Da leben und arbeiten Menschen aus der ganzen Welt zusammen – und es funktioniert wunderbar!”
– Christoph Mack

Trio Kuskov Fußjonglage auf Motorrädern

Nach dieser Darbietung wurde es wieder laut im Zelt. Im Shownebel aufflammende Scheinwerfer, dröhnende Motoren und drei Künstler, die unter Jonglage etwas ganz anderes verstehen, standen nun auf dem Programm. Jongliert wurde kurzerhand einfach sich gegenseitig mittels der eigenen Füße und das sowohl auf stehendem, als auch fahrendem Motorrad! Erfunden wurde der Trick bereits 1996 von Vladimir Kuskov. Ich habe ihn bisher jedoch noch nie gesehen. Umso beeindruckter war ich. Spätestens als im Finale einer der beiden männlichen Akteure vom anderen scheinbar endlos per Salto durch die Luft gedreht – oder sollte ich besser sagen, getreten – wurde, war nicht nur ich, sondern auch Lucas und das gesamte Publikum restlos begeistert. Klasse!

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Gruppe Cheban fliegt durch die Luft

Das große Finale bot nun erneut die Gruppe Cheban, die diesen herrlichen Abend im Weihnachtszirkus ja auch schon eröffnet hatte. Dieses Mal traten sie mit ihrer überdimensionalen Schaukel auf, durch deren Schwung sich die Akrobaten ein ums andere Mal spektakulär in atemberaubende Höhe katapultieren ließen, um nach mehrfachen Rollen, Schrauben und Salti sicher in einem kleinen – geschätzt 2 Quadratmeter großem – Landekissen, das von drei Männern gehalten wurde, zu landen. Einer der Akrobaten sprang sogar blind mit Kapuze über dem Kopf. Wow!

Großes Abschlussfinale des Weihnachtszirkus

Wahnsinnig schnell ging dieser zauberhafte Abend nun mit diesem Auftritt dem Ende entgegen. Noch einmal stellten sich nun alle Akrobaten unter tosendem Applaus vor. Noch einmal wurden dank charmanter Moderation von Julica auch alle Helfer, Techniker und hinter den Kulissen Beteiligte vorgestellt und mit Applaus bedacht. Noch einmal zeigten die Künstler begleitet vom tollen Zirkusorchester unter der Leitung von Martin Glönkler ein paar Kunststücke – deren Höhepunkt eindeutig der wagemutige Sprung vom vierbeinigen Stuhl durch Meik war. Ein schöner Schlusspunkt!

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Fazit zum Weihnachtszirkus

Dieser Abend im Weihnachtszirkus war einfach wundervoll! Die Auftritte der Künstler waren überraschend, atemberaubend, spektakulär, frisch, komisch und verblüffend. Oft kennt man ja Nummern im Zirkus bereits aus anderen Shows oder dem Fernsehen. An diesem Abend jedoch habe ich viel Neues erlebt und gesehen. Aber auch bekanntere Nummern waren nicht weniger beeindruckend. Eine wunderschöne Mischung für Jung und Alt. Zwei Stunden, die entführten in eine Welt, für die wir uns heutzutage im Stress des Alltags viel zu selten Zeit nehmen. Ich jedenfalls habe in diesen zwei Stunden alles andere um mich herum vergessen und einfach nur die Zauberwelt des Weihnachtszirkus Circolo genossen. Es war einfach nur wunderschön!

Weihnachtszirkus

 

Entstehung des Weihnachtszirkus

Der Circolo fand in diesem Jahr bereits zum 11. Mal statt. Er wurde von Christoph Mack, der schon das Varieté am Seepark ins Leben rief, erfunden und wird seit dem von der Familie Mack ausgerichtet. Regelmäßig und pünktlich zur Weihnachtszeit gelingt es der Familie Mack immer wieder, international gefeierte Artisten und Akrobaten nach Freiburg zu bringen, die mit ihren Darbietungen das Publikum auf ganz besondere Art und Weise zur Weihnachtszeit verzaubern.

Christoph Mack, der einst selbst als Solokünstler und Zauberer “Sebastian” auftrat, wollte den Zirkus ganz neu erfinden. Ihm wurde jedoch schnell klar, dass das Publikum vor allem die klassischen Einlagen liebt. Und so wurde der Weihnachtszirkus schnell ein Familienereignis, in dem alle Generationen auf ihre Kosten kommen.

Der Circolo in der Presse und im Netz

Öffnungszeiten 2016

Traditionell beginnt der Circolo einige Tage vor Weihnachten und endet um Heilige Dreikönige. Heiligabend und Neujahr sind spielfrei. Es gibt 2 Vorführungen pro Tag.

Dieses Jahr sehen die Öffnungszeiten wie folgt aus:

  • 23.12.2016 – 07.01.2017.
  • Täglich um 15 Uhr und 19 Uhr.
  • Spielfrei am 24.12., 01.01. und 02.01.
  • Geschlossene Veranstaltung am 03.01. um 19 Uhr.

Offizielle Informationen findet ihr hier.

Anfahrt

Adresse:

Zelt auf dem Messeplatz Freiburg
Hermann-Mitsch-Straße 3
79108 Freiburg

Mit der Stadtbahn:

  • Stadtbahnlinie 4 – Haltestelle Technische Fakultät
  • Fahrplan ab 11. Dezember auf vag-freiburg.de

Mit dem Auto:

  • Autobahn A5 – Ausfahrt Freiburg Mitte
  • Messe Verkehrsleitsystem folgen
  • Ausreichend kostenlose Parkplätze vor dem Circuszelt

Kontakt

Adelheid Hetzel-Mack
Haldenweg 2
Sexau
79350

Mail: info@circolo-freiburg.de
Tel: +49 7641 7957
Web: circolo-freiburg.de

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