Heute gibt es einfach mal wieder einen kleinen persönlichen Blog. Mit Reisen ist ja noch immer Essig, aber das Leben ging und geht weiter. Meinen im letzten Jahr geschrieben und ständig erweiterten Corona-Blog habe ich nun schon eine ganze Weile nicht mehr ergänzt – irgendwie war mir einfach nicht danach. Trotzdem gibt es heute mal einen kleinen Abriss, was sich bei uns so tut.

März 2020, also ca. vor einem Jahr, begab ich mich aufgrund der Corona Pandemie ins Homeoffice. Und heute arbeite ich noch immer Vollzeit von daheim. Verrückt. Inzwischen aber lange Normalität. Hat alles Vor- und Nachteile, auch wenn ich gern mal wieder persönlich meine Arbeitskollegen treffen würde statt immer nur in täglichen, virtuellen Konferenzen. Aber so ist halt das neue Normal.

So langsam wird unser Fernweh allerdings immer größer und tatsächlich glaube ich fest daran, dass Namibia in diesem Jahr möglich sein wird. Unser größtes NoGo im letzten Jahr – abgesehen davon, dass touristische Reisen kaum möglich waren – war der Umstand, dass wir keine Auslandskrankenversicherung gehabt hätten. Das ist in diesem Jahr anders. Sowohl unsere Versicherung, als auch die meisten anderen decken inzwischen Corona bedingte Risiken mit ab – vorausgesetzt natürlich, es besteht keine offizielle Reisewarnung seitens des Auswärtigen Amtes, sondern nur eine COVID-19-bedingte Reisewarnung. Letzteres ist in vielen Ländern inzwischen der Fall. Weitere zusätzliche Risiken, die zum Reiseabbruch führen könnten, sind ebenfalls versicherbar. Damit ist für uns im Grunde genommen die größte Hürde aus dem Weg geräumt.

Sollte es die Pandemielage also erlauben und sich nicht deutlich verschlechtern, was ich nicht glaube, dann sollte der Reise in diesem Jahr nichts im Wege stehen. Ein aktueller PCR Test, zusätzliche Formulare, viele Masken – von all dem werden wir uns nicht abschrecken lassen – natürlich immer vorausgesetzt, Versicherungsschutz besteht und der gesunde Menschenverstand sagt ja. Und im Moment sieht das echt gut aus, auch wenn die Zahlen in Deutschland noch hoch sind.

Abgesehen davon haben wir diese Auszeit, von der wir nun schon echt lange träumen, nach diesen letzten 12 Monaten wirklich verdient. So langsam bekommt man ja in den eigenen 4 Wänden wirklich einen Lagerkoller. Und unsere letzte große Reise – nach Norwegen – ist nun schon mehr als anderthalb Jahre her!

Wir starten also nun mit den Vorbereitungen für Afrika. Auch einen Artikel wird es dazu natürlich bald geben.

Namibia wir kommen! Hoffentlich!

Und sonst so? Während das Fotografieren in den letzten Monaten ein wenig in den Hintergrund gerückt ist, sind zwei andere Leidenschaften wieder stärker in den Vordergrund getreten. Meine Leidenschaft für die Börse und fürs Traden ist ebenso wieder neu entfacht, wie das Schach spielen, dass ich viele Jahre stark vernachlässigt habe. Für letzteres war der Trigger die Netflix Serie „Das Damengambit“, die ich übrigens nur empfehlen kann.

Eine gute Schach-App war schnell installiert und sofort hat es mich wieder gepackt. Wissen über Eröffnungen auffrischen, taktische Rätsel lösen, Fernschachduelle, Spiele gegen die KI eines Computers – Schach ist und bleibt einfach ein geniales Spiel. Es macht mir zurzeit extrem viel Spaß, mich wieder damit zu beschäftigen und tiefer einzuarbeiten. In meiner Jugend habe ich sogar im Verein gespielt und dabei durchaus eine ordentliche Elo-Zahl erreicht. Ich werde nie vergessen, wie ich in einem Liga Spiel mal einer 1850-er Spielerin einen sicher geglaubten Sieg mit einer Falle mit folgendem Patt abgerungen habe. Adrenalin pur – auch wenn jetzt sicher viele Leser müde drüber lächeln. Mir jedenfalls macht Schach, das königliche Spiel, extrem viel Spaß. Toll, dass ich das für mich wiederentdeckt habe!

Ebenso viel Spaß macht natürlich seit 2 Jahren auch wieder das Traden – aber darüber gibt es nächste Woche einen gesonderten Bericht in Form des anstehenden Quartalsberichtes.

Arbeiten, Börse, Schach – gibt’s noch mehr? Na klar, mir wird nicht langweilig, keine Bange. Ich gehe seit nunmehr fast zwei Jahren regelmäßig 2-3 mal die Woche Joggen, koche immer wieder mal tolle, neue Rezepte nach, hab meine Familie, meinen Blog, baue Lego-Sets und hab noch so viele Ideen, aber auch Träume.

Träume zu realisieren, ist natürlich gar nicht so einfach, solange die Pandemie – mittlerweile in der dritten Welle – noch immer tobt. Die bisherige Impfstrategie hat Deutschland in meinen Augen in Kombination mit der EU ziemlich in den Sand gesetzt. Kleckern anstatt Klotzen scheint am Anfang das Motto gewesen zu sein. Hauptsache nicht zu viel für den Impfstoff zahlen. Stattdessen haben wir nun schon seit Monaten einen Lockdown, der mehr oder weniger gut funktioniert. Von Inzidenzen knapp unter 200 sank die Zahl im Februar auf knapp über 50 bevor sie – dank Mutationen und Lockdown-Müdigkeit – nun wieder auf über 100 zu steigen scheint. Mal schauen, ob die Notbremse umgesetzt wird und wie sich die Zahlen dann entwickeln. Mein Mitgefühl all den Unternehmern und Selbstständigen, die aktuell am Rande der Pleite kämpfen. Die große Insolvenzwelle, vermute ich, kommt erst noch.

Geimpft sind in Deutschland erst rund 8% der Bevölkerung – viel zu wenig in meinen Augen, wenn man das mit anderen Ländern vergleicht. Selbst in den USA sind bereits mehr als 23 % geimpft. Israel ist bei 60%, Chile bei 30% und Großbritannien hat dank Brexit hat auch schon fast 40% geimpft. Und ich bezweifle, dass die Rechnung Deutschlands und der EU aufgeht, wenn man mal die Ersparnisse beim Einkaufspreis der Impfstoffe gegen die wirtschaftlichen Schäden im Lockdown gegen rechnet. Das hat die Regierung gründlich vermasselt, obwohl ich sonst eigentlich recht zufrieden war mit den Entscheidungen, die in Deutschland am Anfang der Pandemie getroffen wurden.

Immerhin hat Susi nun schon die erste Impfung weg. Ich selbst bin erst in der Prio-Gruppe 4 dran, die hoffentlich ab April oder Mai ein Impfangebot bekommen wird. Und ja, ich nehme dann gern AstraZeneca, wenngleich ich natürlich Biontech bevorzugen würde – allein schon deswegen, weil er aus Deutschland kommt – wenn ich denn die Wahl hätte. Aber was hier die letzten Wochen rund um AstraZeneca geschehen ist, lässt auch als Nicht-Verschwörungstheoretiker verwundern. Wer weiß, was da hinter den Kulissen wirklich zwischen EU und dem Unternehmen abläuft! Lieferkürzungen, Drohungen, halb geschwärzte, veröffentlichte Verträge, nicht nachvollziehbare Impfstopps als überzogene Reaktion auf zeitnah aufgetretene, einzelne Thrombose-Fälle – das alles ist schon sehr merkwürdig. Mäuschen, ick hör dir trapsen! Schade nur, dass damit das Vertrauen in den guten Impfstoff immer weiter untergraben wird. Etwas, was wir uns in Europa und speziell in Deutschland eigentlich nicht leisten können. Herr Spahn macht da übrigens schon seit Monaten keine gute Figur. Viele Versprechen, die wenigsten gehalten. Das hätte besser laufen können! Sechs setzen!

Aber gut, ich bin trotzdem optimistisch, dass wir das Thema Corona in diesem Jahr langsam beginnen werden, abzuschließen. Spätestens nach Ende der dritten Welle, die meiner Meinung nach weniger heftig als die zweite Welle werden wird, sollte das Thema fast durch sein.

Klar wird uns Corona als solches noch eine Weile begleiten. Das Reisen wird lange nicht so unbeschwert sein, wie früher. Möglicherweise muss man sich sinnvollerweise jährlich gegen Corona impfen lassen. Mit einer App vor dem Kino- oder Restaurantbesuch einen negativen Test nachweisen. Was auch immer. Wir werden uns daran gewöhnen. Spätestens im Sommer erwarte ich wieder ein Stück weit Normalität. Auch daher mein Optimismus bezüglich unserer geplanten Namibia Reise in diesem Jahr.

Schauen wir mal, wie es nach Ostern weitergeht.

Ich freue mich jedenfalls noch dieses Jahr auf einen Cappuccino in einem Café, einen Restaurant Besuch, Tiere in freier Wildbahn, vielleicht eine neue Kamera und wieder mehr fotografieren, Kaffee trinken mit Arbeitskollegen, einen normalen Schulalltag für Lucas, Bummeln in den Gassen meines schönen Freiburgs und viele andere Dinge, die wir aktuell sehr vermissen.

Letztlich ist es aber wichtig, in allem immer auch das Positive zu sehen!

Und für mich hat diese Zeit einiges an Positivem hervorgebracht. Ich konnte mein Trading intensivieren. Mir ist bewusst geworden, wie gut es mir und meiner Familie privat wie beruflich geht. Wie wichtig Gesundheit ist. Wie wertvoll jeder Tag auf dieser Erde ist. Ich habe alte Hobbys neu für mich entdeckt. Ich lebe gesünder und treibe mehr Sport.

Ich jedenfalls sehe diesem Jahr sehr positiv entgegen und freue mich auf alles, was kommt!

Ich glaube, wir stehen am Beginn einen spannenden, neuen Jahrzehnts. Ein Jahrzehnt, dass die Trump-Ära schnell vergessen lassen wird. Das die Jahrhundertpandemie eingeleitet, aber nicht prägen wird. Das uns wieder näher zusammenbringen wird. Eine Periode, in der wir uns wieder mehr der Umwelt widmen können. Und aus der wir Menschen gestärkt mit Wissenschaft, Technik und neuen Errungenschaften hervorgehen werden.

Corona war gestern – auch wenn es uns wohl noch ein wenig begleiten wird – aber morgen wird geil!

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