Auf der dritten Etappe unserer Deutschlandtour machen wir Station im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz. Von unserer Unterkunft, der Kräuterbaude nahe der tschechischen Grenze, aus, erkunden wir die Festung Königstein, die Bastei, das Große Pohlhorn im schönen Kirnitzschtal und die Schrammsteine. Letztere bieten eine überwältigend schöne Sicht auf die Landschaft. Der Aufstieg auf die Felsen ist zudem schon ein Abenteuer für sich.

Fahrt in die Sächsische Schweiz

Heute begrüßt uns blauer Himmel und viel Wind, der durch die Bäume und Gassen von Betzenstein fegt. Unser Frühstück im Hotel Luca entspricht dem vom Vortag und so sind wir schnell bereit, die nächste Etappe unserer Deutschlandtour in Angriff zu nehmen.

Heute geht es über die A9, die A72 und die A4 in die Sächsische Schweiz, wie der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges genannt wird, nach Saupsdorf bei Sebnitz nahe der tschechischen Grenze. Obwohl wir gebürtige Ost-Kinder sind, hat es uns in diese Ecke des Landes bisher noch nie verschlagen. Dabei wollen wir schon ewig mal das Elbsandsteingebirge besuchen. Nun also ist es endlich soweit.

Die Fahrt verläuft unspektakulär – von viel Wind und einem kurzen Tankstopp abgesehen. Kurz vor unserem Ziel entdecken wir in Bad Schandau einen Lidl, an dem wir unsere Vorräte auffüllen. Zu meiner Überraschung sind hier Massen an Touristen unterwegs, obwohl in Sachsen ja die Ferien bereits beendet sind.

Die Kräuterbaude

Gemütlich fahren wir weiter, bis wir an unserem Ziel, der Kräuterbaude ankommen. Der erste Eindruck erschreckt uns allerdings ziemlich, denn irgendwie steht hier gefühlt nur eine einfache und nicht sehr einladend aussehende Gaststätte vor uns. Zum Glück täuscht der erste Eindruck jedoch, wie wir entdecken, als wir zu unserem Zimmer geführt werden. Unsere Unterkunft für die nächsten 3 Tage ist geräumig, hell und freundlich eingerichtet und absolut in Ordnung. Zwar empfinden wir die Einrichtung als ein wenig kühl, aber immerhin ist alles sehr sauber. Ein großer TV, eine Sitzecke, ein Schreibtisch und ein kleines, einfaches Duschbad runden den positiven Eindruck ab. Unser Auto können wir direkt auf dem zum Zimmer zugehörigen Parkplatz abstellen.

Kräuterbaude - Zimmer

Unser Familienzimmer

Kräuterbaude - Zimmer

Zimmer Löwenzahn

Kräuterbaude - Bad

Bad mit Dusche

Wanderung zum Weifbergturm

Wir erholen uns erst einmal ein wenig von der 4-stündigen Fahrt, bevor wir beschließen uns noch ein wenig zu bewegen. Als Ziel ist schnell der Weifbergturm, der nur rund 1.3 Kilometer entfernt liegt, auserkoren. Zwar bläst der Wind noch immer ordentlich, trotzdem wollen wir den Weg in Angriff nehmen. Immerhin lockt eine tolle Rundumsicht auf dem knapp 37 Meter hohen Turm.

Elbsandsteingebirge - Wanderung zum Weifbergturm

Wanderweg zum Weifbergturm

Elbsandsteingebirge - Wanderung zum Weifbergturm

Vorbei an Weiden

Elbsandsteingebirge - Weifbergturm

Weifbergturm

Der Weg ist gut beschildert und führt über schmale Pfade, kleine Stege und schöne Wiesen stetig aufwärts, bis wir schließlich am Fuße des eindrucksvoll hohen Turmes ankommen. Bei Gewitter und Sturm ist der Aufstieg zwar verboten, aber wir beschließen einfach, dass das Wetter aktuell unter „starker Wind“ fällt – eine Stufe vor Sturm.

Elbsandsteingebirge - Weifbergturm

Aussichtsturm

Wir kraxeln schnaufend all die Treppen empor und sind erstaunt, dass der Turm sehr stabil dem Wind trotzt. Trotzdem bläst uns der Wind auf der obersten Plattform ordentlich um die Nasen. Gut, dass wir Jacken dabei haben.

Elbsandsteingebirge - Weifbergturm

Blick über die Sächsische Schweiz

Die Rundumsicht von hier oben ist grandios. Keine 600 Meter entfernt liegt zudem die Grenze zu Tschechien. Wir können also sozusagen über Ländergrenzen hinwegsehen. Wir genießen einige Minuten den tollen Ausblick, bevor wir uns schließlich wieder an den Abstieg und den Rückweg machen.

An der Kräuterbaude wieder angekommen, besuchen wir noch kurz die 2 hauseigenen Alpakas, die uns neugierig und frech anschauen. Schon putzige Tiere!

Alpaka Kräuterbaude

Alpaka

Den Rest des Abends verbringen wir den nächsten Tag planend entspannt auf dem Zimmer, wo wir zudem Abendbrot essen und nun „in Ruhe ankommen“.

 

Frühstück in der Kräuterbaude

Als wir heute nach einer wunderbar ruhigen Nacht aufstehen, schauen wir gleich mal aus dem Fenster. Leider sieht das Wetter wenig vielversprechend aus. Aber wir lassen uns davon nicht aus der Ruhe bringen und gehen erst einmal frühstücken.

Der große Frühstücksraum ist bereits gut besucht. Die Tische stehen weit genug auseinander und an der Kopfseite entdecken wir das Selbstbedienungsbüfett. Wir suchen uns einen netten Tisch, ordern Tee und Kakao und nehmen dann das Büfett unter die Lupe. Leider überzeugt dieses bei näherer Betrachtung nur wenig. Diverse Konfitüren-Schälchen sind bereits leer, das Wurstbüfett sieht ziemlich chaotisch aus und auch die Auswahl überzeugt nicht wirklich. Enttäuschend! Nun ja, wir finden trotzdem genug, um uns zu stärken, hatten aber mehr erwartet, zumal die Bewertungen im Internet vor allem bezüglich des Frühstücks sehr gut waren. Ob die jedoch wirklich alle echt waren, würden wir jetzt einfach mal anzweifeln wollen.

Frühstück Kräuterbaude

Frühstücksbüfett

Frühstück Kräuterbaude

Brötchen und Konfitüre

Immerhin der Pfefferminztee überrascht mich sehr positiv. Erst erschrocken bezüglich der Tatsache, dass in dem heißen Wasser lediglich ein paar Pfefferminzblätter schwimmen, überzeugt der Tee geschmacklich vollkommen. Herrlich frisch, intensiv und lecker wird der frisch aufgebrühte, natürliche Pfefferminztee der Kräuterbaude absolut gerecht.

So gestärkt, packen wir unsere Rucksäcke, während es draußen beginnt zu regnen. Urgs. Zum Glück haben wir einen Plan B in petto. Aber erst einmal fahren wir einfach los. Unser Ziel ist der Wanderparkplatz Schrammsteinbaude nahe Bad Schandau.

Während der Fahrt nieselt es noch ein wenig, aber auch die Sonne kommt heraus, so dass unsere Hoffnung auf Plan A – der Besteigung der Schrammsteine nebst Wanderung im Schießengrund steigt.

Schrammsteige & Schießengrund

Vor Ort angekommen, sieht das Wetter okay aus, so dass wir einfach mal losmarschieren. Zunächst entlang der Straße biegt der Weg bald in eine wunderschöne Schlucht mit riesigen Felsen links und rechts ab. Wir kommen uns vor, wie in einem Märchenfilm, so schön ist der Weg.

Wenig später entdecken wir die ersten riesigen Felswände, die aus den Wäldern um uns herum herausragen. Das macht Lust auf mehr! Der Weg ist gut befestigt. Zumeist geht es über Holzstufen oder breite Wanderwege stetig aufwärts.

Als es dann ein wenig anfängt zu nieseln, wird uns ein wenig mulmig bezüglich unserer anvisierten Kletterpartie, aber wir geben dem trotzdem einfach eine Chance.

Wir folgen zunächst dem Wanderweg mit dem grünen Punkt, bis wir an einen Abzweig kommen, an der auch der Schrammsteinausblick ausgeschrieben ist. Wir beschließen, dem zu folgen und staunen schon bald über riesige Felstürme links und rechts, im Vergleich derer wir uns winzig vorkommen. Von nun an führen zumeist Treppen mit vielen Stufen immer weiter aufwärts, die bald sogar in echte Leitern übergehen.

 

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine Wanderweg

Weg durch den Schießengrund

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Blick auf die Felsen

Meine Kamera verpacke ich lieber im Rucksack, um beide Hände sicher frei zu haben und mich beim Aufstieg über die eisernen Leitern gut festhalten zu können. Zum Glück regnet es nicht mehr, so dass wir den Aufstieg sicher in Angriff nehmen können. Selbst für Susi ist das kein großes Problem, da die Leitern meist in engen Schluchten mit Felswänden zu beiden Seiten angebracht sind. Also auch für Menschen mit Höhenangst überhaupt kein Problem.

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Aufstieg über Leitern

Dieser Aufstieg ist zum Glück eine Einbahnstraße, denn Gegenverkehr wäre hier natürlich nicht möglich. Wir kommen gut, jedoch auch ein wenig aus der Puste oben an und freuen uns, dass nun sogar die Sonne herauskommt.

Der eigentliche Aussichtspunkt ist nun gut ausgeschildert und bedingt noch ein wenig mehr Klettern über Felsen, Leitern und Steine. Der Weg selbst ist jedoch bereits ein echtes Highlight und Abenteuer zugleich. Eine echt spannende Wanderung!

Am Aussichtspunkt angekommen, haut uns die tolle Fernsicht fast um. Inzwischen herrscht richtig gutes Wetter, die Weitsicht ist genial und der Ausblick über die malerisch schöne Landschaft einfach nur beeindruckend. Sanft fährt uns der Wind durch die Haare und natürlich fotografiere ich nach allen Seiten alles, was mir vor die Linse kommt. Besonders beeindruckend sind die riesigen Felsformationen aus Sandstein, die sich aus den Wäldern emporheben.

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Schrammsteine

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Felsen & Wälder

Wir verweilen trotzdem nicht zu lange, denn inzwischen ist hier oben ganz schön was los. Und in Zeiten von Corona haben wir es nicht so mit Menschenansammlungen, zumal hier oben niemand eine Maske trägt – obwohl der Abstand von 1.5 m kaum einzuhalten ist.

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Viele Menschen am Gipfel

Wir setzen also unsere Wanderung in der Höhe fort, nehmen dann aber den Mittelweg abwärts, nachdem ich allein noch ein paar Meter den Weg über den Kamm ausgekundschaftet habe.

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Kletterweg über den Kamm

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Spannende Kletterpartie

Der Weg abwärts ist deutlich einfacher. Nur einmal kommen wir noch an steilen Leitern vorbei, an denen wir vorsichtig absteigen – hier leider sogar mit Gegenverkehr. Wir kommen aber gut unten an und setzen nun unsere schöne Rundwanderung um den Schrammstein fort.

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Entspannter Abstieg

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine Wanderweg

Waldweg

Besonders genieße ich den letzten Abschnitt, der erneut auf dem gleichen Weg durch die schöne Schlucht führt. Lustigerweise entdecken wir an fast der gleichen Stelle wie auf dem Hinweg erneut einen Specht, der emsig die Borke der Bäume bearbeitet.

Elbsandsteingebirge - Schrammsteine

Blick auf den Felsen

Am Auto angekommen, sind wir nach 3 Stunden Wanderung gut durchgeschwitzt, aber noch nicht gesättigt. Wir beschließen daher zur Bastei zu fahren – ebenfalls eines der Highlights des Elbsandsteingebirges.

Sehenswert – Schrammsteine

Die Schrammsteine sind eine langgestreckte, stark zerklüftete Felsgruppe im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz östlich von Bad Schandau. Der höchste Punkt der Schrammsteine ist der Hohe Torstein mit 425 Metern. Der Zugang ist über den Lattengrund oder den Schustergrund möglich. Die letzten Höhenmeter sind teilweise nur über Eisenleitern zurückzulegen. Die Aussichten und der Gratweg sind jedoch phänomenal schön und den Aufstieg mehr als wert. Bei gutem Wetter und an Wochenende ist mit viel Publikumsverkehr zu rechnen.

Wanderparkplatz im Zahnsgrund – 200 m hinter der Schrammsteinbaude

 

Bastei & Basteibrücke

Schon auf dem recht vollen Park & Ride Parkplatz wird uns aber klar, dass hier reichlich Menschen unterwegs sind. Wir wagen es trotzdem.

Per Shuttle Bus – die Alternative wären 3 Kilometer Fußweg gewesen – lassen wir uns mit Masken bewaffnet, direkt zur Bastei fahren, wo wir bereits von weitem Menschenmassen vor uns sehen.

Von Corona scheinen die meisten aber noch nie etwas gehört zu haben, denn trotz teils wirklich nur extrem geringer Abstände, tragen geschätzt 95% nicht mal eine Maske. Pflicht ist diese zwar hier nicht, aber sie wird zumindest auf Hinweistafeln empfohlen. Wir jedenfalls fühlen uns besser und sicherer mit Maske und setzen unsere daher auf, als wir über die beeindruckende Basteibrücke laufen und schöne Aufnahmen zu beiden Seiten machen.

Elbsandsteingebirge - Bastei

Aussicht von der Bastei

Elbsandsteingebirge - Bastei

Goldene Figur auf der Felsspitze

Elbsandsteingebirge - Bastei

Felsenburgrundgang

Elbsandsteingebirge - Bastei

Tolle Felsformationen

Elbsandsteingebirge - Bastei

Basteibrücke

Elbsandsteingebirge - Bastei

Blick auf die Elbe

Elbsandsteingebirge - Bastei

Herrliche Aussicht

Nach einem Durchgang durch einen riesigen Felsen und weiteren schönen Aussichten auf die unter uns fließende Elbe und der schönen Landschaft, entdecken wir den Felsenburgrundgang. Dieser kostet zwar 4 Euro für uns 3, aber das ist es uns wert. Erneut haben wir tolle Ausblicke zu allen Seiten. Es gibt schöne Aussichtsplattformen und viel Spannendes zu entdecken. Auch hier sind jedoch sehr viele Menschen unterwegs. Wir achten auf Abstand und sind froh, unsere Masken zu tragen.

Irgendwie haben wir hier in Sachsen generell das Gefühl, dass Corona für die meisten kaum ein Faktor zu sein scheint. Irgendwie befremdlich.

Entsprechend halten wir uns auch nicht übermäßig lange auf der Bastei auf, sondern schlendern alsbald zur Bushaltestelle zurück, um auch für den Rückweg den nun vollen Shuttlebus zu nutzen. Immerhin hier tragen alle Mitfahrenden eine Maske.

Am Parkplatz angekommen, zahlen wir noch 4 Euro fürs Parkticket, bevor es per PKW wieder zurück zur Kräuterbaude geht. Unterwegs machen wir noch einen kurzen Einkaufsstopp bei Lidl in Bad Schandau, der uns schon gestern gefallen hatte, um unsere Getränkevorräte aufzufüllen.

Sehenswert – Bastei & Basteibrücke

Die Bastei ist eine vielbesuchte Felsformation mit Aussichtsplattform in der Sächsischen Schweiz am rechten Ufer der Elbe. Ca. 1.5 Millionen Besucher pro Jahr schauen sich dieses Top-Highlight des Elbsandsteingebirges an. Entsprechend dich sind die Menschenmengen, die hier über die Basteibrücke laufen und über die schöne Aussicht staunen. Die noch heute bestehende sandsteinerne Brücke ersetzte 1851 die ursprünglich erste, hölzerne Brücke.

Park & Ride Parkplatz Basteistraße mit Shuttelbus, kostenloser Eintritt, ständig geöffnet, Shuttelbus & Parkplatz gebührenpflichtig

 

Schnitzel nach Kräuterbaude-Art

In der Kräuterbaude schließlich, knurrt uns ganz schön der Magen, so dass wir beschließen, dem Restaurant eine Chance zu geben. Immerhin können wir draußen sitzen und auch die Tische sind sehr schön abgeteilt durch überdachte, kleine Nischen. Wir wählen alle 3 das Schnitzel nach Kräuterbaude-Art und sind begeistert des üppigen Gerichtes, das uns alsbald von großen, sehr schön angerichteten Tellern entgegen schaut. Dazu ein leckerer Cappuccino – fertig ist der perfekte Tagesausklang. Die Speisekarte der Kräuterbaude ist übrigens sehr stimmig. Viele der Gerichte enthalten Kräuter oder regionale Zutaten, die wirklich spannend klingen.

Schnitzel Kräuterbaude

Schnitzel nach Kräuterbaude-Art

Wir sind nach den Schnitzeln maximal gesättigt und lassen den Tag nun auf unserem netten Zimmer ausklingen. Wäre das Frühstück besser, würde uns die Kräuterbaude wirklich gut gefallen. Aber schauen wir mal, vielleicht überzeugt es uns ja morgen mehr!

 

Wachteleier zum Frühstück

Als wir heute aus dem Fenster schauen, sehen wir eine graue, fast düstere Welt mit leichtem Nieselregen. Urgs. Aber erstmal Frühstück!

Heute wissen wir ja, was auf uns zukommt. Zudem sind wir eine halbe Stunde früher dran als gestern. Entsprechend besser sieht das Büfett heute auch aus. Sämtliche Konfitüren sind noch nicht leer. Wurst und Käse Büfett sehen deutlich besser aus als gestern. Ansonsten ist das Angebot aber absolut identisch – mit einer Ausnahme: Neben normalen gekochten Eiern gibt es auch gekochte Wachteleier von den hauseigenen Wachteln!

Ich kann natürlich nicht widerstehen, denn ich habe noch nie in meinem Leben ein Wachtel-Ei gegessen. Das Mini-Ei ist schnell gepellt und schmeckt – tataaa – im Grunde genauso wie ein Hühnerei. Mit verbundenen Augen hätte ich vermutlich keinen Unterschied bemerkt. Trotzdem finde ich es ein nettes Gimmick, diese beim Frühstück anzubieten. Dazu gönne ich mir heute einen Cappuccino, für den ich aber extra bezahlen muss.

Frühstück Kräuterbaude

Wachtelei trifft Hühnerei

Frühstück Kräuterbaude

Spiegelei von Huhn und Wachtel

Gut gestärkt steigen wir eine halbe Stunde später bei inzwischen stärkeren Regen, um erneut in Richtung Bad Schandau zu fahren. Unser heutiges Ziel ist die Festung Königstein, die zu einem der absoluten Highlights im Elbsandsteingebirge zählt.

Festung Königstein

Nach einer guten halben Stunde Fahrt durchqueren wir den Ort Königstein, von wo aus wir schon von weitem die imposante Burg – versteckt in Nebelschwanden – entdecken.

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein im Nebel

Königstein im Nebel

Wir steuern das zugehörige Parkhaus an und freuen uns, dass dieses noch fast leer ist – kein Wunder bei diesem Wetter. Inzwischen nieselt es zwar nur noch leicht, aber ideal ist trotzdem anders. Wir laufen die rund 800 Meter bis zur Festung und lassen den Festungsexpress dieses Mal einfach links liegen.

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein im Nebel

Mieses Wetter beim Aufstieg

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Festungsexpress

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Hohe Festungsmauern

Am Burgtor angekommen, ziehen wir unsere Masken auf und zahlen an der noch leeren Kasse rund 30 Euro. Noch nieselt es zwar, aber erste blaue Löcher sind am Horizont schon zu entdecken. Prima. So spazieren wir durch die beeindruckende Zugbrücke den in die Burg führenden Aufgang hinauf. Die Pflastersteine sind ein wenig rutschig, aber wir sind vorsichtig.

Lucas & Susi

Aussicht mit Regen

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein - Ausstellung

Gebäude mit Ausstellungen

Wir spazieren im Innenhof der Festung direkt mal in die erstbeste Ausstellung, die uns allerhand Kanonen, Bomben und Kriegsgerät präsentiert. Außerdem entdecken wir einen auf Hochglanz polierten Ritter und den Terminator! Witzige Idee. Sehr positiv fällt uns auf, dass hier in den Innenräumen Maskenpflicht herrscht und auch kontrolliert wird. Vorbildlich!

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein - Ausstellung

Ritter

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein - Ausstellung

Kriegsgerät

Als wir die Ausstellung verlassen, hat es bereits aufgehört zu regnen. Auch die Sonne blinzelt bereits durch die Wolken, als wir einen wunderschönen Rundgang rings um die Burg entlang der Festungsmauer beginnen. Was für eine fantastische Aussicht! Wolken schweben noch über die Landschaft und tauchen die Burg und die Umgebung in eine ganz eigentümliche, mysteriöse Stimmung.

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Außenmauern der Festung

Ich fotografiere eifrig und bin restlos begeistert. Unter uns entdecken wir die Elbe, Königstein und die herrliche Landschaft Sachsens. Auf den Festungsmauern gibt es Türme und Türmchen zu bestaunen, ein Lustschlösschen zu entdecken und viele herrliche Motive wie riesige Kanonen und tolle Mauerabschnitte, die sich wunderbar als Motive verarbeiten und mit der Landschaft kombinieren lassen. Herrlich!

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Festungsmauern & Kanonen

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Lustschlösschen

Wir sind absolut begeistert. Das Wetter verbessert sich von Minute zu Minute und noch immer sind nur wenige Menschen auf der riesigen Burg unterwegs. Perfekt!

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Blick auf die Landschaft

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Festung Königstein

Wir laufen die komplette Runde um die Festung – begonnen im Regen und beendet in herrlichstem Sonnenschein. Sämtliche Ausstellungen in den zahlreichen Gebäuden lassen wir links liegen, zumal sich die meisten um das Militär drehen, was uns eher weniger interessiert.

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Kirche in der Festung

Natürlich besuchen wir auch den kleinen Museumsshop und sehen uns die anderen Gebäude der Festung zumindest auch von außen an. Eine kleine Stärkung nehmen wir in Form der „hauseigenen Currywurstpfanne mit Pommes“ ein, die ich aber nicht weiter empfehlen möchte. Ich mag Currywurst sehr gern. In diesem Fall war es aber eine merkwürdig schmeckende Wurst in einer Art Bratensauce mit Curry Pulver und einer Handvoll Pommes für sagenhafte 7.90 €.

Unser Fazit: zu teuer, nicht wirklich, was wir unter einer guten Currywurst verstehen und insgesamt eine absolute Enttäuschung.

Das tolle Festungserlebnis kann das aber nicht trüben, denn wir alle sind uns einig: das war ein toller Ausflug! Und so verlassen wir die Festung Königstein mit einem Lächeln, während nun immer mehr Menschen in die Festung stürmen. Das war super!

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Tolle Aussicht

Elbsandsteingebirge - Festung Königstein

Elbe

Sehenswert – Festung Königstein

Die Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen in Europa und liegt inmitten des Elbsandsteingebirges auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königstein an der Elbe. Die herrliche Burg eignet sich hervorragend für einen wunderschönen, ausführlichen Rundgang. Spannende Ausstellungen wie das militärhistorisches Freilichtmuseum, Panoramablicke auf das Elbtal und die Sächsische Schweiz und verschiedene Veranstaltungen im Laufe des Jahres machen die Festung zu einem beeindruckenden Erlebnis.

www.festung-koenigstein.de, April-Okt 9-18, Nov-März 9-17 Uhr, Erw. 12 €, erm. 9 €

 

Zurück am Auto fahren wir wieder nach Bad Schandau, um abermals einzukaufen und schließlich erneut die gleiche Strecke entlang der niedlichen Kirnitzschtalbahn Richtung Saupsdorf zu fahren. Kurz hinter der Thorwalder Brücke halten wir allerdings noch einmal, um auf einem kleinen Wanderparkplatz das Auto abzustellen und das Große Pohlshorn zu erwandern. Schließlich wollen wir ja auch noch ein wenig was vom wunderschönen Kirnitzschtal sehen.

Wanderung im Kirnitzschtal zum Großen Pohlshorn

Der Aufstieg ist zunächst steil und anstrengend und zudem ziemlich rutschig aufgrund des Regens des Vormittages. Wir kommen jedoch gut durchs erste Drittel der Strecke, die dann weniger steil und angenehmer zu laufen wird.

Elbsandsteingebirge - Wanderung zum Großen Pohlhorn

Einfacher Waldweg

Elbsandsteingebirge - Wanderung zum Großen Pohlhorn

Über Stock und Stein

Am Abzweig zum Kleinen Pohlshorn trennen wir uns dann schließlich, da Susi & Lucas die weiteren 700 Meter hin und zurück zum Großen Pohlshorm scheuen. Ich aber lasse mir das nicht entgehen und bin wenige Minuten später auch sehr froh darüber. Denn nach nur einem weiteren kleinen Anstieg verflacht der Weg zusehends und führt quasi auf dem Kamm des Berges einen wunderschönen Weg über riesige Felsen entlang. Teils sind Stufen und Treppen in die Felsen geschlagen, teils kann man bereits durch die Bäume herrlich weit schauen.

Elbsandsteingebirge - Wanderung zum Großen Pohlhorn

Treppe in den Felsen

An der Aussichtsplattform angekommen, bin ich restlos begeistert. Mit einer wunderschönen 270° Grad Sicht auf die herrliche Landschaft habe ich gar nicht gerechnet. Umso schöner ist es, diese plötzlich vor mir zu haben. Was für ein wunderschöner Ort! Mir weht sanft der Wind um die Nase und ich genieße ein paar Minuten einfach nur die Umgebung und den schönen Moment.

Elbsandsteingebirge - Wanderung zum Großen Pohlhorn

Aussicht vom Großen Pohlhorn

Nachdem ich mich satt gesehen habe, geht es zurück, wo ich mich am Auto angekommen wieder mit meiner Familie vereine. Auch der zweite Tag im Elbsandsteingebirge hat uns richtig gut gefallen!

Morgen brechen wir hier unsere Zelte ab, um unserer alten Heimat im Land Brandenburg und unseren Familien einen kleinen Besuch abzustatten. Danach geht es dann auf unsere letzte Etappe weiter – dem Odenwald!

 

Bewertung Kräuterbaude

Kräuterbaude - Hinteres Raumicht 18, 01855 Saupsdorf

Webseite: www.kraeuterbaude.de
Buchung: booking.com*
Kategorie: 3 Sterne

Die Kräuterbaude bei Saupsdorf liegt recht abgeschieden und macht auf den ersten Blick keinen sehr guten Eindruck. Die Zimmer jedoch überraschen positiv. Das Bad war sauber und modern, unser großzügiges Zimmer war hell und freundlich. Es gab eine gemütliche Sitzecke, einen Flachbild-TV, 1 Doppelbett, 1 Zustellbett und einen Schreibtisch.

In der Nacht war es ausgesprochen ruhig, so dass wir sehr gut geschlafen haben.

Das auf einschlägigen Bewertungsportalen angepriesene Frühstück hat uns jedoch enttäuscht. Abgesehen davon, dass es nicht wirklich Corona-konform war, sahen Wurst- und Käseplatte schon eine Stunde nach Beginn der Frühstückszeit sehr geplündert aus. Konfitüren waren teils alle und wurden auch nicht aufgefüllt. Positiv überrascht haben uns Wachteleier von den hauseigenen Wachteln. Kaffee & Tee gab es kostenlos. Ein Cappuccino musste extra bezahlt werden. Das Büfett selbst bot eine durchschnittliche Auswahl. Wir waren aufgrund höherer Erwartungen aber eher enttäuscht.

Das Personal war freundlich und hilfsbereit, hielt sich aber auch nur bedingt an Corona-Regeln, wie eine Maske zu tragen.

Die Lage der Unterkunft unweit der tschechischen Grenze ist etwas ab vom Schuss, aber dafür mitten in schöner Natur.

Jedes Zimmer hat einen zugehörigen Parkplatz direkt vor der Unterkunft. Im hauseigenen Restaurant gibt es gut-bürgerliche Gerichte mit viel Bezug zu den selbst angebauten Kräutern.

Alles in allem haben wir uns wohl gefühlt, wenngleich die Unterkunft unseren Erwartungen aufgrund hoher Bewertungen nicht gerecht wurde.

Lage:

Bewertung Kräuterbaude

Lautstärke:

Bewertung Kräuterbaude

Sauberkeit:

Bewertung Kräuterbaude

Frühstück:

Bewertung Kräuterbaude

Komfort:

Bewertung Kräuterbaude

[Sterne auf einer Skala von 1 – 3. Je mehr, desto besser, leiser, sauberer etc.]

Gesamtnote: 7.0

Buchung: booking.com*

 

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