Südafrika Tipps – 16 Dinge, die man wissen sollte!

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Wissenswertes kurz & kompakt

Südafrika Tipps – 16 Dinge, die man wissen sollte!

In diesem Artikel findest du übersichtlich und kompakt meine Südafrika Tipps, die ich in Vorbereitung unserer eigenen Reise auf den afrikanischen Kontinent zusammengestellt und mit unseren gesammelten Erfahrungen nach der Reise ergänzt habe. 

Hinweise zur Einreise

Bei der Einreise muss dein Reisepass mindestens 4 Monate über Ausreisedatum hinaus gültig sein. Für Kinder muss eine Internationale Geburtsurkunde vorliegen! Diese wird in der Regel sowohl bei Abflug im Heimatland als auch von der Einreise am Flughafen in Südafrika genau kontrolliert. Sie zu beantragen geht in Deutschland sehr schnell und unkompliziert. Wir haben dafür 12 Euro beim Bürgeramt gezahlt. Für nicht eigene Kinder müssen eidesstattliche Versicherungen, Passkopien und Kontaktdaten von beiden sorgeberechtigten Eltern vorliegen.

Bei Einreise über Sambia, Kenia oder Tansania ist eine Gelbfieberimpfung vorzuweisen (auch bei Transitreisen), weshalb wir Direktflüge von Frankfurt bevorzugt haben. Da ist das dann kein Thema. Ein Internationaler Impfpass ist empfehlenswert.

Die schönsten Nationalparks Südafrikas

  • Krüger Nationalpark.
  • Addo Elephant Nationalpark.
  • Hluhluwe-­Imfolozi National Park.
  • Pilanesberg National Park.
  • Kgalagadi Transfrontier Park.
  • Augrabies Falls National Park.
  • West Coast Nationalpark.
  • Golden Gate National Park.
  • Marakele National Park.
  • Mapungubwe National Park.
  • Garden Route National Park.

Mehr Informationen findest du bei sanparks.org und kznparks.com. Unser Favorit ist natürlich ganz klar der herrliche Krüger Nationalpark und das unmittelbar anschließende Sabi Sands Game Reserve.

Verhaltensregeln für Safaris

  • Höre auf deinen Guide bzw. Ranger.
  • Begegne den Tieren mit Respekt, halte Abstand.
  • Wenn du mit eigenem Fahrzeug unterwegs bist:
    • Nicht zu nah heranfahren.
    • Nur an vorgegebenen Stellen mit dem Fahrzeug halten, nicht aus dem Fahrzeug lehnen.
    • Nicht zu weit vom Fahrzeug entfernen, am besten das Fahrzeug gar nicht erst verlassen.
  • Auf Game Drives privater Reserves:
    • Im Jeep immer sitzen bleiben.
    • Nicht herauslehnen.
    • Bewege dich ruhig, fuchtle nicht mit den Händen herum.
    • Die Tiere sind in der Regel an die Jeeps gewöhnt und ignorieren diesen und seine Insassen – solange sich jeder an diese Regeln hält.
  • Nicht durch Laute, Klatschen oder Imitieren von Geräuschen versuchen, Aufmerksamkeit zu erregen.
  • Gegen den Wind beobachten, damit die Tiere keine Witterung aufnehmen.
  • In Gefahrensituationen niemals wegrennen! Denn das macht dich in den Augen der Tiere zur Beute.
  • Lange Hosen und Stiefel, um zu Fuß gegen Zecken und Schlangen geschützt zu sein.
  • Keine Alleingänge in der Nacht.
  • Handy ausschalten!
  • Verzichte auf leuchtende Farben und teure Kleidung.
  • Auf allen Wildpfaden gilt: Tiere haben Vorfahrt!
  • Hab Geduld. Natur ist Natur. Tierbeobachtungen lassen sich nicht erzwingen.
  • Vergiss nicht, den Moment zu genießen!

Vor allem den letzten Punkt nimm dir bitte zu Herzen. Natürlich möchte jeder schöne Fotos bekommen – bin auch ich keine Ausnahme. Aber nimm dir trotzdem auch die Zeit, die Tiere einfach nur zu beobachten, zu erleben.

Das sind unvergessliche Momente, die dir kein Foto ersetzen kann!

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Malaria Hinweise

Limpopo, Mpumalanga, der Norden KwaZulu Natals und Zululand, sowie der Krüger Nationalpark sind Malariagebiete. Eastern Cape und Western Cape (Kapstadt, Garden Route, Eastern Cape Game Parks) dagegen gelten als malariafrei. Im afrikanischen Sommer treten natürlich mehr Moskitos auf, als im Winter.

Eine Beratung durch den Hausarzt vor einem Besuch eines Malariagebietes ist anzuraten. Diese sollte im besten Fall auf Reisekrankheiten spezialisiert sein. Symptome einer Malaria Erkrankung treten in der Regel 7 bis 16 Tage nach Stechung auf, können aber auch erst nach einem Jahr auftreten. Wann du den Verdacht hast, du könntest betroffen sein, dann ab zum Arzt. Mit Malaria ist nicht zu spaßen. Ohne Therapie können Organschäden und der Tod die Folge sein.

Zu den Symptomen gehören:

  • Hohes Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl.
  • Kopf- und Gliederschmerzen.
  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
  • Schüttelfrost und Schweißausbrüche.
  • Es kann eine Gelbsucht (Ikterus) auftreten.

Malaria wird vorrangig durch Moskitos übertragen. Diese sind nachtaktiv. Zwischen 17:00 und 9:00 empfiehlt es sich daher, lange Hosen und Ärmel zu tragen, sowie Moskitosprays zu benutzen. Moskitosprays sollten einen möglichst hohen Anteil des Wirkstoffes DEET besitzen (Nobite, Anti Brumm Forte, Autan Insektenschutz Protection Plus, …). Nachts unter einem Moskitonetz zu schlafen ist empfehlenswert. Moskitos mögen übrigens die Farbe Schwarz besonders, helle Kleidung ist daher empfehlenswert.

Moskitospray*
Moskitonetz*
Nobite Spray für Kleidung*

Einen 100% Schutz gegen Malaria gibt es nicht, da es keinen Impfstoff gibt. Allerdings helfen Malaria Prophylaxemittel, die die Wahrscheinlichkeit, an Malaria zu erkranken, deutlich senken. Bricht die Krankheit trotz Prophylaxe aus – ja, das ist möglich – dann sind die Krankheitsanzeichen in der Regel deutlich schwächer.

Malaria Prophylaxe

Wir haben uns nach Beratung mit dem Hausarzt für eine Malaria Prophylaxe mit Atovaquon-Proguanil (Malarone) entschieden. Das Medikament wird in Tablettenform genommen und ist auch für Kinder geeignet. Wir haben entsprechend der Dosierungsvorschrift ab 2 Tage vor Erreichen des Malariagebietes bis 7 Tage nach Verlassen des Malariagebietes jeder abends eine Tabelle zu uns genommen.

Letzteres ist übrigens wichtig, weil der Körper solange braucht, um bei einer potentiellen Übertragung die Erreger im Körper abzubauen. Das Medikament selbst blockiert die Herstellung und Funktion wichtiger Eiweißverbindungen und hemmt so dass Wachstum und Vermehrung der Erreger.

Ein vorzeitiges Beenden der Einnahme ist nicht empfehlenswert, auch wenn keine Symptome auftreten.

Wir haben das Medikament alle 3 gut vertragen und keinerlei Nebenwirkungen feststellen können. Entsprechend der Empfehlung haben wir es jeweils abends zur Mahlzeit eingenommen. Die 24 Stück Packung hat 70 Euro gekostet. 2 Packungen haben für uns drei für unsere Rundreise ausgereicht. Uns war die Prophylaxe das Geld definitiv wert.

Zusätzlich haben wir im Malariagebiet auf gute Moskitonetze über den Betten geachtet. Unsere Moskitonetze für die Reise waren da sehr hilfreich, da in den vorhandenen Netzen der Unterkünfte auch schon mal das ein oder andere Loch zu finden war. Außerdem haben wir unsere Kleidung, die wir auf Safaris und am Abend trugen entsprechend mit dem Nobite Spray behandelt und uns auch selbst nochmal ordentlich an den freien Körperstellen eingesprüht. So präpariert haben wir uns recht sicher gefühlt.

Telefonieren & Internet

Das Telefonnetz ist gut ausgebaut. Ein Handy wird in Südafrika Mobiltelefone Cellular oder kurz Cell genannt. Deutsche Dual- und Tribandhandys können per Roaming genutzt werden. Preiswerter sind “Prepaid Phone Cards”, die fast überall erworben werden können. Die meisten guten Unterkünfte haben zudem auch in Südafrika WLAN.

Hinweis: Eine SIM-Karte kaufst du am besten vor Ort direkt am Flughafen bei Vodacom. Hat uns keine 10 Minuten gekostet, ist sehr preiswert und die SIM Karte wird als Service Leistung auch direkt ins Handy eingesetzt.

Wichtige Telefonnummern

  • Polizei: 10 111
  • Crime Stop: 0800 11 1213
  • Rettungsdienst: 10 177 oder 112

Währung & Bezahlen

Die Währung lautet südafrikanische Rand. Die Umrechung ist aktuell ca. 15 Rand = 1 Euro. Das kannst du dann vor Ort recht einfach im Kopf berechnen: Du ziehst vom Preis in Rand gedanklich einfach eine Null ab und nimmst dann noch einmal einen Drittel des Betrages weg.

Beispiel: 320 Rand => Null weg: 32 => Drittel abziehen: ~20 Euro

So kannst du meist recht schnell herausbekommen, wo in etwa der Preis in Euro liegt.

Kreditkarten und EC-Karten werden weiträumig akzeptiert. Devisen empfehlen sich für Trinkgelder und gegebenenfalls zur Bezahlung von Tankfüllungen. Der Umtausch ist vor Ort zu empfehlen – wir haben trotzdem bereits in Deutschland einen kleinen Betrag getauscht. Wäre aber nicht notwendig gewesen, da im Flughafen Johannesburg die Wechselstuben und der ATM (Geldautomat) nicht zu übersehen sind. Mit EC-Karten können bis zu 2000 ZAR pro Tag am Automaten abgehoben werden. Das spart dann im Gegensatz zum Kreditkarteneinsatz in der Regel auch Gebühren.

Uhrzeit

Die Zeitverschiebung beträgt im deutschen Winter eine Stunde, im Sommer gibt es keine Zeitverschiebung, da es in Südafrika keine Sommerzeit gibt.

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Wetter

In Afrika ist es grundsätzlich fast das ganze Jahr über warm, sonnig und trocken. Im afrikanischen Winter (Juni – August) – in Deutschland haben wir dann Sommer – kann es jedoch auch deutlich kühler werden. Je nach Region können die Tageshöchsttemperaturen auch unter 15° C betragen. Nachts sind im Juli und August Temperaturen von um die 5° möglich.

Hinweis: Als wir im August unterwegs waren, war es nachts und früh morgens teilweise empfindlich kalt. Achte zu dieser Zeit darauf, dass deine Unterkunft beheizbar ist oder zumindest Heizstrahler zur Verfügung gestellt werden. Auch auf Game Drives in den Nationalparks, die teils bereits um 6 Uhr starten, heißt es, warm anziehen und viele Kleidungsschichten nach dem Zwiebelprinzip zu nutzen. 3 Stunden auf einem Jeep bei kühlen Temperaturen und eventuell kaltem Wind sind nicht ohne, wie wir selbst erfahren haben.

Im Sommer dagegen erwarten dich Tagestemperaturen von 25-30° C.

Die meisten Niederschläge fallen je nach Region in den Monaten:

  • Westküste: Juni – September
  • Ostküste: November – März
  • Landesinnere: Oktober – April

Die besten Reisemonate je nach Region und Intention:

  • Kap-Region: Oktober – März
  • Safaris: Juli – Oktober
  • Walbeobachtungen: Juli – Oktober
  • Blütezeit Namaqualand: August – September
  • Ostküste: Juni – August

Für Roadtrips durch unterschiedliche Regionen eignen sich vor allem die niederschlagsarmen Monate April und Mai sowie September bis November.

Aktuelles Wetter in Kapstadt

Regen möglich
Morgen
11/2170%
Regen möglich
Leichter Regen. Höchsttemperatur 15C. Wind aus W mit 25 bis 40 km/h. Regenrisiko 70 %.
Teils Wolkig
Mittwoch
11/2220%
Teils Wolkig
Teilweise bedeckt. Höchsttemperatur 16C. Wind aus WSW mit 15 bis 30 km/h.
Teils Wolkig
Donnerstag
11/230%
Teils Wolkig
Teilweise bedeckt. Höchsttemperatur 19C. Wind aus SSW mit 15 bis 30 km/h.

Strom & Steckdosen

Die Stromspannung beträgt wie in Deutschland 220 Volt bei 50 Hertz. Manche Hotels bieten auch 110 Volt Steckdosen an. Es sind spezielle Reiseadapter notwendig, um europäische Stecker an südafrikanische Steckdosen anzuschließen.

Reiseadapter Südafrika*

Hinweis: Uns wurde ein solcher Reiseadapter “nebenbei” beim SIM Karten Kauf “aufgequatscht”. Wir haben dabei nicht genau auf den Preis geachtet, dann aber im Nachhinein festgestellt, dass uns das Teil viel zu teuer verkauft wurde. Ich empfehle daher den Kauf eines Adapters bereits in Deutschland. Trotzdem waren wir zu dritt froh, zwei Adapter dabei zu haben, da wir diese regelmäßig benötigt haben.

Mietwagen & Verkehr

Bei den meisten Mietwagenfirmen reicht zwar der EU Führerschein, bei polizeilichen Kontrollen ist jedoch ein Internationaler Führerschein Pflicht. Daher: rechtzeitig beantragen und mitnehmen! In der Regel ist ein solcher Internationaler Führerschein drei Jahre lang gültig.

Mietwagenübernahme & Rückgabe

Bei der Übernahme des Mietwagens kontrolliere sorgfältig, ob das Ersatzrad und Werkzeug vorhanden ist und lasse dir zeigen, wo sich dieses am Wagen befindet. Eine Reifenpanne in Südafrika ist durchaus nichts seltenes, wie auch wir erfahren und erlebt haben. Notiere dir die entsprechenden Nummern der Mietwagenfirma, um im Fall des Falles anrufen zu können.

Außerdem solltest du sorgfältig Kratzer, Steinschläge oder andere Beschädigungen bei Übernahme notieren und unterschreiben lassen. Im Regelfall bekommst du bei Aushändigung der Wagenschlüssel ein entsprechendes Formular, auf dem Beschädigungen notiert sind. In unserem Fall waren aber längst nicht alle Beschädigungen aufgeführt. Der entsprechende Mitarbeiter, der uns zum Wagen führte, hat dann mit uns gemeinsam alle weiteren Beschädigungen notiert und mit seiner Unterschrift bestätigt. Dieses Formular haben wir dann bei Rückgabe des Wagens mit übergeben (und es zur Sicherheit zuvor noch einmal fotografiert).

Es ist generell keine schlechte Idee, den Wagen vor der Abgabe noch einmal zu filmen oder zu fotografieren, um später bei potentiellen Unstimmigkeiten einen Nachweis über den Zustand des Mietwagens bei Abgabe zu besitzen.

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Verkehrsregeln

In Südafrika herrscht Linksverkehr!

  • Bei Stoppschildern an Kreuzungen gilt: Wer zuerst zum Stehen kommt, fährt zuerst weiter.
  • In Kreisverkehre links einfahren.
  • Das Wort “Robot” kündigt eine Ampel an. Ampeln befinden sich in der Regel vor der Kreuzung und auf der gegenüberliegenden Seite, sind also doppelt vorhanden. Auf diese Weise ist die Ampel, auch wenn man weit vorn steht immer gut sichtbar.

Die Höchstgeschwindigkeiten betragen:

  • Auf Autobahnen: 120 km/h (auf 3-spurigen Autobahnen wird auf allen Spuren überholt).
  • Auf Landstraßen: meist 100 km/h.
  • Innerorts wenn nicht anders angegeben: 60 km/h.
  • Nationalparks: meist 30-50 km/h.

Tempovergehen sind in der Regel sehr teuer. Es wird häufig und überall geblitzt!

Während Hauptverkehrsstraßen in der Regel sehr gut sind, können kleinere Straßen und Pisten sehr unterschiedlich beschaffen sein. Auf Schlaglöcher, lose Steine und Sand besonders achten!

Hinweis: Gerade die Zufahrtsstraßen der Nationalparks sind oft einfach nur Schotterpisten. Hier können stellenweise schon 10-20 km/h zu viel sein. Also plane bitte genügend Zeit für solche Strecken ein. Wir hatten auf unserer Anfahrt zum Addo Elephant Nationalpark bspw. auch direkt gleich mal einen Platten – trotz vorsichtiger Fahrweise.

Tanken

Beim Tanken gibt es meist Full-Service: Tank wird gefüllt, Öl und Wasser auf Wunsch überprüft und die Scheibe geputzt, während man im Auto sitzen bleibt.

Achtung: An manchen kleineren Tankstellen kann nur bar bezahlt werden!

Wir haben uns aber immer an größere Tankstellen gehalten, wo wir jederzeit mit Karte zahlen konnten.

Überholen

Langsame Fahrzeuge machen Platz, wenn das dahinter fahrende Fahrzeug überholen möchte (und daher dicht auffährt). Dazu wird auch der breite, oft vorhandene, mit gelbem Strich abgetrennte Bereich für Fußgänger genutzt. Nach dem Überholvorgang bedankt sich der Überholende in der Regel mit kurzem Setzen der Warnblinkanlage. Der Überholte quittiert das mit der Lichthupe. Klingt komisch? Funktioniert aber wunderbar!

Sonstiges

  • Wenn du den Mietwagen an einem anderen Ort zurück gibst, als wo du ihn anmietest, ist eine “Einwegmiete” (60 – 80 Euro) fällig.
  • Einige der Nationalstraßen sind mautpflichtig.
  • Wenn Du in einer Großstadt eine Parklücke ansteuerst, kannst Du fest davon ausgehen, dass sich ein „Car Guard“ dafür verantwortlich fühlt. Hat er eine Warnweste an, ist er vermutlich offiziell und hat diese Parklücke zur Betreuung gepachtet. Er erwartet ein entsprechendes Trinkgeld.
  • Parken oft gleich mit Autowäsche in Verbindung. Trinkgeld nicht vergessen.
  • Grundsätzlich sollte man die Fenster geschlossen halten und Türen verriegeln (Überfälle an roten Ampeln z.B. in Johannesburg).
Südafrika Tipps Roadtrip

 

Trinkgeld

Trinkgelder sind weniger verbreitet als in Europa. 10% sind durchaus üblich, bspw. in Restaurants und für Taxifahrer. Gepäckträger und Zimmermädchen 3 – 10 ZAR, freundliche Tankwarte bekommen 3 – 5 ZAR. Safari-Lodges und Camps bieten oft eine ‘Trinkgeld-Box’ an der Rezeption an. Der Safariguide bzw. Ranger: bekommt ca. 10 – 20 ZAR pro Game Drive pro Person.

Hinweis: Wir haben in der Regel dem Zimmermädchen immer 10 Rand zurückgelassen und auch dem Tankwart jeweils 10 Rand Trinkgeld gegeben. Wenn man bedenkt, dass das nicht mal einem Euro entspricht, ist das wohl mehr als fair. 3-5 Rand, von denen man oft liest, kamen uns einfach zu wenig vor.

Wie viel Trinkgeld auf Safaris?

In den Safari Lodges haben wir zu den Trinkgeldern viel recherchiert und uns dann für folgendes entschieden: Dem Ranger gaben wir 200 Rand pro Tag, dem Tracker 100. Das restliche Personal haben wir mit insgesamt ca. 150 Rand pro Tag bedacht – aufgeteilt nach den entsprechenden Bereichen wie Rezeption, Restaurant, Service etc. In den Safari Lodges gab es dafür entsprechende Umschläge bzw. separate Boxen.

Da sich unsere Ranger sehr herzlich dafür bei uns bedankt haben, denken wir, dass wir mit den Beträgen ganz gut lagen – auch wenn das natürlich immer schwer einzuschätzen ist. Grundsätzlich solltest du das Trinkgeld aber natürlich nach deiner Zufriedenheit und im Falle privater Game Reserves auch nach deren Preiskategorie bemessen.

Sicherheitshinweise

  • Die Kriminalitätsrate in Südafrika ist vor allem in den Großstädten deutlich höher als in Deutschland.
  • Es ist sinnvoll stets ein Mobiltelefon mit sich zu führen.
  • Innenstädte von Johannesburg, Pretoria, Durban, Port Elisabeth und Kapstadt und anderer großer Städte sollten nach Geschäftsschluss und insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden.
  • Fotokopien wichtiger Dokumente sollten mitgeführt oder online verfügbar gemacht werden.

Tipp: Einfach vor der Reise abfotografieren und zum einen per E-Mail an dich selbst senden und zum anderen die Bilder auf der Speicherkarte lassen und diese mitführen.

  • Tragen teurer Handtaschen etc. sollte vermieden werden.
  • Kreditkarte nie aus den Augen lassen.
  • Beim Geld abheben besondere Vorsicht walten lassen. Geld nach Ausgabe nicht erst lange und auffällig nachzählen, sondern sofort einstecken.
  • Nachfahrten sollten vermieden werden.
  • Fahrzeug immer abschließen, nie Wertsachen, Jacken oder anderes sichtbar im Fahrzeug lassen.
  • Wenn von Polizisten angehalten, dann nach seiner South African Police Service Ausweiskarte fragen und Namen und Nummer notieren.
  • Auch im Hotelzimmer keine Wertsachen außerhalb eines Hotelsafes liegen lassen.

Tritt immer selbstbewusst auf. Auch wenn du nicht weißt, wo du grad bist. Oute dich nicht als Tourist, indem du erst stundenlang eine Karte studierst.

Hinweise des Auswärtigen Amtes

Hinweis: Gerade das Auto sollte, wenn abgestellt, immer komplett ausgeräumt sein – vor allem nachts. Wir haben des öfteren die Überreste eingeschlagener Scheiben am Straßenrand entdeckt. Beim Geld abheben solltest du auch vorsichtig sein. In einem kleineren Ort haben wir in der Nähe eines Automaten, an dem wir abheben wollten, einen Truck mit 3 verdächtig aussehenden Gestalten entdeckt. Eine weitere Person saß dann auch noch auf einer kleinen Mauer in unmittelbarer Nähe des Automaten. Hier haben wir lieber aufs Abheben verzichtet, da uns das sehr verdächtig vorkam!

Sei lieber 10 Mal zu vorsichtig, als dass einmal was passiert!

Hinweise zum Fotografieren

Militärische Anlagen, Soldaten, Polizisten, Gefängnisse, Flughäfen und Regierungsgebäude sollten nicht fotografiert werden. Im Zweifel frage bitte nach.

Auf Safaris ist ein Teleobjektiv zu verwenden nicht nur von Vorteil, sondern nahezu Pflicht.

Meine Objektiv Empfehlung für Safaris.

Du solltest ferner genügend SD Karten und Akkus dabei haben (ein paar Tage ohne Strom auskommen zu müssen, kann – je nach Region – schon mal vorkommen) und Objektivwechsel in trockenen, staubigen Umgebungen eher vermeiden. Ich habe das gelöst, indem ich zwei Kamera dabei hatte – eine mit dem Tele ausgerüstet, eine mit einem universellem Zoomobjektiv und kürzeren Brennweiten.

Auf den Straßen in den Nationalparks halte bitte nur an extra eingerichteten Halteplätzen. Beim Fotografieren durchs offene Fenster lasse Umsicht und Sorgfalt walten, da Tiere sehr schnell sein können. Auf Kaphalbinsel und dem Tafelberg lege niemals die Kameraausrüstung ab, da Paviane (Baboons) verdammt schnell sind und damit verschwinden können.

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Feiertage in Südafrika

  • 1. Januar: New Year’s Day
  • 21. März: Human Rights Day
  • Freitag vor Ostersonntag: Good Friday
  • Montag nach Ostersonntag: Family Day
  • 27. April: Freedom Day
  • 1. Mai: Workers’ Day
  • 16. Juni: Youth Day
  • 9. August: National Women’s Day
  • 24. September: Heritage Day
  • 16. Dezember: Day of Reconciliation
  • 25. Dezember: Christmas Day
  • 26. Dezember: Day of Goodwill

Dies & das

  • Hotelzimmer können in der Regel ab 14 Uhr bezogen werden.
  • Taxen können nicht beliebig angehalten werden, es gibt feste Haltepunkte.
  • Für Restaurants sollten Reservierungen im Voraus vorgenommen werden, Tische werden zugewiesen.
  • Viele Touren und Tagesausflüge sollten bereits Wochen vor dem Wunschtermin gebucht werden.
  • Taschenlampe und Fernglas mitbringen lohnt sich.
  • Sonnenschutzcreme nicht vergessen – am besten direkt morgens nach dem Duschen eincremen!
  • Im afrikanischen Winter kann es vor allem nachts durchaus sehr kühl werden. Entsprechende Kleidung nicht vergessen!
  • Vor allem in Städten immer gut auf die kleinen, weißen Minibusse achten. Die können auch schon mal überraschend quer über die Spur fahren oder plötzlich bremsen, um anzuhalten.
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Hinweis: Bei der Zusammenstellung dieser Tipps wurde ich freundlicherweise tatkräftig von Wanderlust Africa unterstützt. Dafür meinen herzlichen Dank!

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2 Kommentare auf "Südafrika Tipps – 16 Dinge, die man wissen sollte!"

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Philipp
User

Südafrika ist definitiv empfehlenswert und ich würde jederzeit wieder hin. Vor vielen vielen Jahren habe ich dort mit dem fotografieren angefangen.

Was ich als Aktivität noch empfehlen kann ist eine Reitsafari. Anstatt mit dem Jeep ist man dann mit dem Pferd unterwegs und ist einfach nochmal viel viel näher “am Geschehen”. Ist aber natürlich auch nicht in jeder Gegend machbar.
Was ich leider nicht gemacht habe, was aber noch auf der Bucket-List steht ist das übernachten auf einer Lodge.

Beste Grüße, Philipp

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