Tag 3 – Einmal Sacramento und zurück

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Reiseberichte

Tag 3 – Einmal Sacramento und zurück

Auch am zweiten Tag wachte ich schon sehr früh auf. Susi und Lucas ging es nicht viel anders. Und so holten wir um Punkt 7 unser Frühstück aus dem kleinen Empfangsraum. Es bestand aus Teilchen und frischem Obst. Gegessen haben wir dann direkt im Auto, mit welchem wir uns in Richtung Sacramento aufmachten.

San Francisco am Morgen

Allerdings bemerkten wir schon nach wenigen Blöcken, dass das Wetter zwar bewölkt, aber erstaunlich klar war und so steuerten wir voller Hoffnung zunächst die Golden Gate Bridge an. Und wir wurden nicht enttäuscht. Völlig nebelfrei und in voller Pracht erstreckte sie sich über der Bucht und leuchtete in den morgendlichen Sonnenstrahlen.

Sacramento

Nebelfreie Golden Gate Bridge

Letztere tauchten auch San Francisco und Alcatraz in ein tolles Licht – ein Anblick, den wir sehr genossen.

Sacramento

Good Morning San Francisco

Nach vielen schönen Fotos ging es dann weiter – allerdings nicht ohne nochmal bei Marine Headlands gestoppt zu haben, wo wir abermals einen atemberaubenden Blick auf die Golden Gate und das dahinter liegende San Francisco genossen.

Sacramento

Eine herrliche Brücke!

Auf nach Sacramento

Dann fuhren wir unserem eigentlichen Tagesziel – nämlich der Hauptstadt von Kalifornien entgegen. Wir erreichten Old Sacramento nach ca. 90 Minuten und freuten uns über herrliches, heißes, kalifornisches Wetter.

Sacramento

Sacramento ist die Hauptstadt von Kalifornien und hat ca. 500.000 Einwohner. Sie liegt ca. 130 km im von der Pacifik-Küste und San Francisco entfernt. Da Sacramento im Landesinneren liegt sind die Temperaturen im Sommer etwas höher als zum Beispiel in San Francisco. Die Luftfeuchtigkeit ist geringer als in den Städten an der Küste, weshalb es dort im Gegensatz zum oft kühlen San Francisco deutlich heißer sein kann.

Sehenswert sind vor allem das Pioniermuseum Fort Sutter und das California State Railroad Museum, eines der schönsten Eisenbahnmuseen der USA. Das Museum ist in der sogenannten „Old Town“ gelegen, einem nachgebauten Teil der Stadt aus dem 19. Jahrhundert.

Dieser restaurierte Bezirk am Flussufer des Sacramento River war während des Goldrauschs im 19. Jahrhundert das Geschäftsviertel von Sacramento. Originalgetreue Nachbauten von Ziegelbauten, Häuser mit falschen Fassaden, hölzerne Gehsteige und Gaslaternen schaffen eine fast authentische Atmosphäre der Altstadt von Sacramento, wie sie Mitte des 19. Jahrhunderts war.

 

Unser erstes Ziel war das Eisenbahnmuseum, das eines der schönsten der USA sein soll. Und das ist es tatsächlich. Die dort ausgestellten Dampflokomotiven, Waggons und Züge sind beeindruckend und interessant für jung und alt. U.a. findet sich hier die zweitgrößte Dampflok der USA mit über 6000 PS, einer Million Pfund Gewicht und Rädern, die einfach nur riesig sind. Auch historische Speisewägen, ein Postwaggon und vieles mehr kann hier von innen und außen bestaunen. Zudem erzählten Veteranen aus den vergangenen, glorreichen Tagen dieser Züge und brachten uns auf diese Weise Geschichte ganz nah.

California State Railroad Museum

Das California State Railroad Museum befindet sich am nördlichen Ende von Old Sacramento. Es ist das größte seiner Art in den USA. Im Museum befinden sich 21 sorgfältig restaurierte Lokomotiven, zahlreichen Eisenbahnwagons und in den Ausstellungsbereichen werden alle Aspekte der Eisenbahngeschichte von Kalifornien beleuchtet.

Was das Museum so außergewöhnlich macht, sind ihre 21 Lokomotiven. In den USA existieren heute noch 30 Dampfloks, die vor 1880 entstanden sind und sieben davon sind in dieser Sammlung vorhanden. Die älteste ist die Governor Stanford (1862). Was das California State Railroad Museum von ähnliches Museen abhebt, ist die Präsentation der Ausstellungsstücke. So kann man zum Beispiel durch einen Schlafwagen gehen, während er vibriert, als wenn er gerade fahren würde, oder durch einen Speisewagen, um zu erleben, wie es war, zu Abend zu essen in den großen Zeiten der eleganten Eisenbahnreisen 1920, 1930 und 1940.

 

Sacramento

Das Eisenbahnmuseum

Sacramento

Wunderschöne Lokomotiven

Nach diesem tollen Erlebnis drehten wir noch eine Runde durch die als alte Westernstadt gestaltete Umgebung und kehrten dann zum Mittag auf dem alten am Fluss liegenden Schaufelraddampfer ein. Hier auf dem Delta King Flussdampfer aß ich meinen bis dato besten Burger in den USA. Den American Kobe Burger kann ich jedenfalls nur empfehlen. Dafür war allerdings der Eistee ziemlich gruselig, sprich geschmacklos.

Sacramento

Delta King Flussdampfer

So gestärkt spazierten wir dann Richtung Downtown bis zum Capitol und waren beeindruckt von den tollen Gebäuden.

Sacramento

Downtown

Sacramento

Capitol

Zurück nach San Francisco

Da es sehr heiß war, beendeten wir dann allerdings unseren Ausflug nach und durch Sacramento und machten uns wieder auf den Weg nach San Francisco. Dieses Mal erreichten wir die Stadt über die Oakland Bridge, die ebenfalls zu beeindrucken wusste. Wir steuerten wieder die Piers an, parkten bei Pier 15 für beängstigende 25 $ und spazierten erneut zum Pier 39. Lucas verputzte dort einen Hot Dog und nach einem kleinen Rundgang durch ein paar Souvenierläden, landeten wir wieder bei den sehr unterhaltsamen Seelöwen, die es vor allem Susi sehr angetan hatten.

Sacramento

Pier 39

Die Golden Gate war jetzt auf dem Nachmittag teilweise fast völlig im für die Sommermonate typischen Nebel verschwunden und es wehte ein verdammt kalter Wind. Aber auch das hatte seinen ganz eigenen Charme.

Sacramento

Die Brücke im Nebel

So machten wir uns nach kurzer Zeit wieder mit dem Auto quer durch die Stadt auf den Weg ins Hotel und erlebten noch einmal, warum San Francisco die Stadt auf den sieben Hügeln genannt wird. Manche Straßen entlang zu fahren, ist jedenfalls dem Gefühl einer Achterbahn nicht ganz unähnlich. Schon spannend, wenn man abwärts über einen Hügel fährt und immer wieder kurz nicht mal sieht, was als nächstes auf einen zukommt.

Eigentlich wollten wir an dem Tag noch nach Twin Peaks, was wir aber aufgrund schlechter Sicht sein ließen. Also kauften wir nur noch rasch im nahen Safeway ein und aßen dann im Hotel ein einfaches, aber ausreichendes Abendbrot.

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06.08.2014|Reiseberichte, USA|

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