Tag 1 – Montmartre im Regen

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Paris

Tag 1 – Montmartre im Regen

Auf nach Paris! Trotz einiger Sorgen im Vorfeld – Lucas bekam zwei Tage vor Reisebeginn Fieber und Ohrenschmerzen – starteten wir am Donnerstag vor Ostern früh morgens pünktlich mit dem Auto nach Mulhouse, von wo wir mit dem französischen TGV nach Paris fahren wollten. Die Strecke hatten wir ja glücklicher Weise schon im Vorfeld erkundet, so dass wir dieses Mal problemlos das Parkhaus fanden. Wie schon befürchtet, war dieses aber aufgrund des bevorstehenden Osterwochenendes gerammelt voll. Wir fanden nach ein wenig Suchen aber noch ein freies Plätzchen und trabten nur wenig später mit Sack und Pack Richtung Bahnhofshalle. Dort angekommen warfen wir zunächst einen Blick auf die Anzeigetafel, die jedoch noch nicht das Abfahrtgleis unseres Zuges Preis gab. In Frankreich scheint es üblich zu sein, dass dieses erst ca. 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges bekannt gegeben wird. Also setzten wir uns in die Bahnhofshalle und warteten.

Fahrt mit dem TGV nach Paris

Wenig später erschien unsere Gleisnummer und wir bestiegen den TGV. Dank eines guten Angebotes hatte ich 1. Klasse gebucht, was Lucas natürlich besonders gefiel. Unsere Plätze hatten einen Tisch in der Mitte, umrahmt vom gemütlichen Ambiente eines sehr angenehm eingerichteten Zuges. Hier könnten sich die Designer des deutschen ICEs in meinen Augen noch einiges abschauen. Die Zugfahrt verlief ohne Vorfälle und in nicht ganz 3 Stunden erreichten wir den Gare de Lyon in Paris. Ursprünglich dachte ich, wir würden am Gare de l’Est ankommen und müssten noch die ganze Stadt durchqueren. So aber hatten wir nur drei Metrostationen zu fahren, was dank bereits im Vorfeld bestellter und nach Deutschland zugesandter Metro Tickets ein Kinderspiel war.

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Unser Hotel lag nur wenige Hundert Meter von der Metro entfernt, was uns sehr entgegen kam. Nicht so erfreut waren wir allerdings über das Wetter, das wir nun wahrnahmen. Ein dicker grauer Himmel prangte über uns und sendete uns Sprühregen zur Begrüßung. So hatten wir uns das eigentlich nicht erhofft! Ein kleiner Lichtblick war dann jedoch das ibis Styles, das wir gebucht hatten. Das Einchecken gelang auch ohne Französischkenntnisse. Der Portier erklärte uns aufmerksam und freundlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Unser Zimmer im zweiten Stock war modern und nett eingerichtet. Wir hatten sogar einen kleinen Kühlschrank im Zimmer und groß genug war es auch.

 

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Montmartre

Lucas war zwar noch immer angeschlagen, hatte aber kein Fieber mehr. Also beschlossen wir wie geplant loszuziehen und uns vom Wetter die Stadt der Liebe nicht mies machen zu lassen. Per Metro ging es in den nördlichen Teil der Stadt, wo wir uns als erstes die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre anschauen wollten. Statt weißer Prachtkirche vor strahlend blauem Himmel nun allerdings in grau bei leichtem Regen. Aber irgendwie hatte das etwas. Schon von weitem sahen wir die eindrucksvolle Kirche. Hunderte Schaulustige, bewaffnet mit Regenschirmen und Regencapes pilgerten mit uns gemeinsam Montmartre hinauf. Schon am ersten Souvenirladen der Stadt mussten wir jedoch einen kleinen Stop einlegen. Lucas brauchte dringendst einen Eiffelturm!! Den Wunsch erfüllten wir ihm natürlich gern.

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Anschließend ging es weiter den Berg hinauf, bis wir die Treppen und Stufen der Basilika erreichten. Voller Tatendrang verzichteten wir auf eine Fahrt mit der kleinen Standseilbahn Funiculaire de Montmartre und erklommen diesen bekannten und schönen Hügel über den Dächern von Paris zu Fuß. Leider war die Aussicht durch das Wetter stark begrenzt – nicht mal den Eiffelturm konnten wir entdecken!

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Das tat unserer Entdeckungslust jedoch keinen Abbruch und so betraten wir die Kirche, um ihr Inneres in Augenschein zu nehmen. Wunderschöner Ort! Beeindruckt und voller Ehrfurcht liefen wir eine kleine Runde in der Kirche und bestaunten Altar, Torbögen und Kuppel.

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Eigentlich wollte ich letztere auch besteigen, allerdings schien diese an diesem Tag gesperrt zu sein. Schade! Aber gut, die Aussicht war ohnehin an diesem Tag nicht die Beste. Nachdem wir uns genügend umgeschaut hatten, verließen wir die Basilika wieder und wollten nun auf Lucas Wunsch hin die Seilbahn für die Abfahrt nehmen. Nachdem uns ein – ich nenn es mal – geschäftstüchtiger Einheimischer beim Ticket-Ziehen half (er glaubte wohl wir sahen nicht, wie er die gekauften Tickets mit eigenen austauschte) ging es wieder den Berg hinab – wohl wissend, dass er uns sicherlich gerade um ein paar Cents gebracht hatte, indem er teurere Tickets gegen wahrscheinlich bereits gebrauchte, preiswertere ausgetauscht hatte. War uns aber in dem Moment relativ egal.

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Stippvisite bei Moulin Rouge

Nach der kurzen Fahrt ging es zu Fuß weiter quer durch das Viertel Montmartre. Vorbei an Kaffees, durch nette Gassen und das ganze noch immer bei leichtem Nieselregen. Paris machte es uns nicht leicht. Zudem ließen auch Lucas Kräfte langsam weiter nach – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass er vor 24 Stunden noch mit Fieber flach gelegen hatte. Wir nahmen daher dank Handy-Navigation – was wäre ich inzwischen ohne mein iPhone – den kürzesten Weg zum letzten Tagesziel. Ich wollte unbedingt die bekannte Windmühle des Moulin Rouge sehen.

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Zuvor kauften wir noch fix in einem kleinen Markt das Notwendigste fürs Abendbrot ein und nach kurzer Strecke war dann auch die bekannte Sehenswürdigkeit des Amüsier-Viertels erreicht. Während ich nur durch den Sucher einen Blick für mein fotografisches Ziel der Begierde hatte, nahm Lucas Blickkontakt zum direkt daneben liegenden Quick Burger Laden auf. Nun, warum nicht?! Wir stärkten uns also mit Burgern und Chicken Wings gar gänzlich unfranzösisch und beschlossen dann, den Tag in Ruhe im Hotelzimmer ausklingen zu lassen.

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Mit der Metro ging es erneut Richtung Hotel. Wenige Umstiege und einige durchaus spannende U-Bahnstationen weiter waren wir wieder im ibis Styles, wo wir dann wie schon inzwischen fast Tradition bei uns, in Ruhe und recht einfach auf dem Zimmer zu Abendbrot aßen.

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Unsere Unterkunft

Unterkunftsinfo - ibis Styles Paris Tolbiac Bibliotheque - 21 Rue de Tolbiac, 75013 Paris

Webseite:
www.ibis.com

Dieses ibis Styles war für uns ein Glücksgriff. Nur drei Stationen vom Gare de Lyon entfernt wohnten wir hier relativ zentral im Osten von Paris. Das Hotel selbst war sehr modern und schick eingerichtet. Das Personal gab sich äußerst freundlich und empfing uns mit Herzlichkeit. Unser Zimmer hatte eine gute Größe für drei Personen und beinhaltete allen Komfort, den wir benötigten. Dazu zählte ein Flachbild TV, ein kleiner Kühlschrank, ein kleiner Tresor für Wertsachen und ein hübsches, modernes Bad mit Badewanne und Dusche.
Gebucht hatte ich es vor allem, weil es eines der wenigen verfügbaren Hotels war, das Frühstück inkludiert hatte. Und dieses Frühstück konnte sich sehen lassen. Frische Croissons, Teilchen, Baguettes, Jogurts, eine kleine Auswahl an Wurst, Käse, Marmeladen, Honig & Co sowie frisch gepresster Orangensaft und verschiedene Kaffee Sorten begeisterten uns. Wir konnten uns hier wunderbar für den Tag stärken und waren von der Qualität des Frühstücks sehr positiv überrascht.
In der Lobby war außerdem ständig kaltes und heißes Wasser nebst Tee-Beuteln kostenlos verfügbar und auch das kostenlose WLAN funktionierte einwandfrei. Einzig die Fenster hätten besser isoliert sein können. Stürmischer Wind und abends starker Verkehr machten sich doch als Geräuschkulisse durchaus bemerkbar.
Alles in allem fühlten wir uns als Familie jedoch sehr wohl und können das Hotel weiterempfehlen. Am Tag des Auscheckens, Ostersonntag, gab es für Lucas dann auch direkt noch ein paar Ostereier in der Lobby. Toll!

In Sternen ausgedrückt bewerten wir wie folgt:

Lage:
sterne_3t

Lautstärke:
sterne_2t

Sauberkeit: 
sterne_3t

Frühstück:
sterne_3t

Komfort:
sterne_2t

[Sterne auf einer Skala von 1 – 3. Je mehr, desto besser, leiser, sauberer etc.]


 

Reiseberichte unserer Paris Reise in der Übersicht:

Tag 1 – Montmartre im Regen 
Tag 2 – Vom Eiffelturm in den Südpazifik
Tag 3 – Die Wächter von Paris 
Tag 4 – Sonne im Jardin des Plantes

Ich freue mich über Feedback und beantworte dir gern deine Fragen zu Paris!

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07.04.2015|Paris, Reiseberichte|

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