Tag 8 – Yosemite Nationalpark

Reiseberichte

Tag 8 – Yosemite Nationalpark

Heute hieß es um 7 Uhr aufstehen, da wir eine lange Fahrt zum Yosemite Nationalpark vor uns hatten. Nach einem ausführlichen Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und los ging es Richtung Yosemite.

Yosemite

Einer der schönsten Nationalparks der USA ist der Yosemite Nationalpark in Kalifornien. Er liegt etwa 240 km östlich von San Francisco und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 8000 Quadratkilometern. 500 Kilometer lang und 100 Kilometer breit finden sich hier Höhenunterschiede von 600 bis rund 4000 Meter. Die aufregende und abwechslungsreiche Natur ist geprägt von riesigen aufragenden Granitwänden im Yosemite Valley und insgesamt 9 Wasserfällen. Das Tal ist auch der Hauptanlaufpunkt für Touristen und gerade im Sommer schnell überfüllt. Der Park bietet Kletterern viele tolle Herausforderungen und beheimatet eine große Anzahl von Tieren, zu denen z.B. auch Rotwild, Schwarzbären, Kojoten, Waschbären und Stinktiere gehören. Wunderschöne Seen und Flüsse sind ebenfalls zu finden wie riesige Mammutbäume im Mariposa Grove im Süden. Seit 1984 zählt der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Eintritt kostet 20 Dollar. Fast 4 Millionen Besucher hat der Park pro Jahr.

 

Willkommen im Yosemite Nationalpark

Die Fahrt war recht eintönig, aber wir kamen gut durch. Kurz vor dem Park nochmal vollgetankt, erreichten wir schon bald die ersten tollen Aussichtspunkte. Von den kürzlich stattgefundenen Waldbränden zeugten glücklicherweise nur noch vereinzelt schwarz verkohlte Bäume.

Wie in allen anderen Nationalparks auch, muss man übrigens auch im Yosemite eine entsprechende Park Gebühr bezahlen – es sei denn, man besitzt wie wir den Jahrespass “America The Beautiful”.

America The Beautiful Annual Pass

Besucht man mehrere Nationalparks, so lohnt sich der Kauf des “America The Beautiful Annual Pass”. Für einmalig 80 USD kann man damit ein Jahr lang die Nationalparks betreten ohne immer wieder erneut Eintritt zahlen zu müssen. Lohnt sich bei Preisen von 15-25 USD pro Park relativ schnell. Er gilt ein Jahr ab Kaufdatum und kann in jedem Park käuflich erworben werden. Er berechtigt den Passinhaber und max. 3 weitere Personen (ab 16 Jahren) in einem nicht kommerziellen PKW bzw. Wohnmobil zum Besuch aller Nationalparks, National Monuments und Federal Recreation Sites der USA. In den ganz großen Nationalparks gibt es an den Eingängen oft Schalter für Passbesitzer. So braucht man nicht am Eingang Schlange stehen. Jeder Pass hat auf der Rückseite zwei Unterschriftsfelder, weshalb viele den Pass nach der Nutzung weiterverkaufen. Das ist jedoch erstens nicht erlaubt und zweitens auch moralisch bedenklich. Schließlich kommt das Geld jeweils direkt dem verkaufendem Park zugute und hilft, die Parks sauber und schön zu halten.

 

Yosemite Nationalpark

 

Das Wetter war herrlich und bis zum Erreichen des Yosemite Village stoppten wir oft für atemberaubende Ausblicke. Die steilen, schroffen Felsen, die sich rings um das Tal majestätisch erheben, waren schon sehr beeindruckend. Am Visitor Center angelangt, erklärte man uns, dass wir direkt am Half Dome Village einchecken müssen. Gesagt getan, fuhren wir dorthin und erledigten den Papierkram. Allerdings war unser Zimmer – wir hatten eines der wenigen Zimmer im Stonehouse reserviert – noch nicht bezugsfertig. Also erkundeten wir erst einmal das Zeltdorf und machten uns dann sogleich an unsere erste Wanderung zum Mirror Lake. Unterwegs trafen wir dann sogleich auf einen der vielen tierischen Bewohner des Yosemite. Zu unserer Überraschung war der junge Rehbock überhaupt nicht scheu und beobachtete uns ebenso neugierig wie wir ihn.

Yosemite Nationalpark

 

Lucas nutze unterwegs jede Gelegenheit, um am Ufer des Merced River auf den Steinen umherzuklettern. Die Wanderung war aufgrund der Hitze durchaus anstrengend und auch der Mirror Lake hatte wie schon fast erwartet unter der Hitze gelitten – denn er war komplett ausgetrocknet. Trotzdem bot der Ort ein tolles Panorama. Einfach herrlich diese riesigen Felswände. Trotz Fernglas konnten wir jedoch keine Kletterer an den Steilwänden entdecken. Dafür kletterte Lucas einfach selbst auf den großen Felsenbrocken in dem schönen, aber wasserlosen See herum.

Yosemite Nationalpark

 

Zurück im Camp holten wir unsere Zimmerschlüssel ab und bezogen unser Quartier, das erneut positiv überraschte. 2 schöne, aus Holz gefertigte Betten, Dusche, Bad, WC, alles top sauber. Dass es hier kein TV geben würde, wussten wir, aber das war auch gut so – schließlich waren wir hier, um die Natur zu erleben. Der Hauptgrund, warum ich dieses Zimmer gemietet hatte, anstatt klassisch eine Zeltkabine, war übrigens das eigene Bad. Denn auf Gemeinschaftsduschen und -toiletten im Hochsommer hatten wir nicht wirklich Lust.

Yosemite Nationalpark

 

Anschließend begaben wir uns auf Nahrungssuche und erstanden erste Souvenirs im hiesigen Shop. Nach einer kleinen Stärkung stiegen wir noch einmal ins Auto und drehten eine kleine Runde im Valley, um die beeindruckende Felslandschaft in der abendlichen Sonne zu genießen. Wir machten dabei viele Fotostopps und begegneten neben vielen Touristen auch so manchem Waldbewohner.

Yosemite Nationalpark

 

Die Abendsonne tauchte viele der Berge in herrliches Licht, so dass wir tolle Fotos schießen konnten.

Yosemite Nationalpark

 

Eine besonders schöne Stelle dafür ist übrigens die Swinging Bridge, wo es zugleich auch Bade- und Grillmöglichkeiten gibt.

Yosemite Nationalpark

 

Übernachtung im Half Dome Village

Zurück im Half Dome Village (hieß damals noch Camp Curry) schauten wir noch zu, wie die letzten Sonnenstrahlen auf den Halfdome fielen, bevor wir in unser Zimmer zurückkehrten und ausspannten.

Yosemite Nationalpark

 

Yosemite Nationalpark

 

Später in der Nacht ging ich dann noch einmal kurz mit Kamera und Stativ bewaffnet auf die Jagd, da ich hoffte, einen schönen Sternenhimmel fotografieren zu können. Allerdings war es bewölkter als gedacht und auch Sterne zeigten sich deutlich weniger als erhofft. Trotzdem entstanden ein paar nette Aufnahmen.

Yosemite Nationalpark

 

Unterkunftsinfo - Yosemite Half Dome Village Stonehouse - 9010 Curry Village Drive, Yosemite National Park, CA 95389

Webseite:
www.yosemitepark.com

Das Stonehouse im Half Dome Village im Yosemite Valley ist eines der wenigen Unterkünfte im Camp, das Zimmer mit eigenem Bad & WC besitzt. Aus diesem Grund hatten wir uns auch dafür und somit gegen eine traditionelle Zeltkabine entschieden. Rechtzeitige Reservierung im Voraus ist natürlich notwendig, da es nicht viele dieser Zimmer gibt. Das Zimmer selbst war ausreichend groß für uns als Familie und mit 2 großen, bequemen Doppelbetten ausgestattet, deren Rahmen aus Holz gefertigt waren. Letzteres unterstreicht noch einmal die tolle Atmosphäre und gefiel uns sehr. Bad und Zimmer waren sauber, die Dusche angenehm groß. Strom war natürlich vorhanden, wer allerdings einen Fernseher sucht, der ist in einem so wunderschönen Nationalpark wie diesem falsch. Das Stonehouse selbst ist sehr günstig zwischen Parkplatz und den Hauptgebäuden des Camps gelegen. Auch hatten wir ein paar Stühle, um uns abends bequem auf die Terrasse vor unserem Zimmer zu setzen.
Die Preise für Unterkünfte im Yosemite sind extrem hoch – selbst das Half Dome Village mit seinen Zeltkabinen geht richtig ins Portemonnaie. Dafür ist die Lage unschlagbar. Man nächtigt mittendrin zu Fuße der steilen und hohen Felsen, welche atemberaubende Anblicke bieten.
Das Frühstück war ausgezeichnet und sehr umfangreich. Wir hatten gleich mit dem Zimmer Frühstücksgutscheine mit gebucht, deren Wert wir aber kaum aufzehren konnten. Den Rest investierten wir in Andenken-Wasserflaschen. Außerdem bietet das Half Dome Village zum ersten Mal auf unserer Reise einen sehr großen und für alle ausreichenden Frühstücksraum.
Wir waren mit unserer Unterkunft im Stonehouse im Half Dome Village sehr zufrieden – allerdings kann man bei Preisen von 260 USD pro Nacht nicht mehr von günstig sprechen – die Lage ist dafür aber unschlagbar.

In Sternen ausgedrückt bewerten wir wie folgt:

Lage:
sterne_3t

Lautstärke:
sterne_2t

Sauberkeit:
sterne_2t

Frühstück:
sterne_3t

Komfort:
sterne_2t

[Sterne auf einer Skala von 1 – 3. Je mehr, desto besser, leiser, sauberer etc.]

 

Update 04.04.2016

Umbenennung der Unterkünfte im Yosemite Nationalpark

Das Camp Curry wurde mit Wirkung zum 01.03.2016 zusammen mit anderen Hotels des Yosemite Nationalparks wie folgt umbenannt:

  • The Ahwahnee => Majestic Yosemite Hotel
  • Curry Village => Half Dome Village
  • Yosemite Lodge at the Falls => Yosemite Valley Lodge
  • Wawona Hotel => Big Trees Lodge
  • Badger Pass Ski Area => Yosemite Ski & Snowboard Area

Ich habe das auch auf meinen Seiten entsprechend angepasst.
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11.08.2014|Reiseberichte, USA|

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