Island – die Insel aus Feuer und Eis

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Island – die Insel aus Feuer und Eis

Heute möchte ich euch gern ein Land vorstellen, dass mich einst ganz besonders verzaubert hat – Island, das Land aus Feuer und Eis. Als ich vor einigen Jahren vor der Frage stand, wohin soll eigentlich unsere Hochzeitsreise gehen, wusste ich eigentlich nur, dass es etwas Besonderes sein muss. Für mich schieden dabei allerdings diverse Südsee-Insel-Ziele sofort aus. Honey Moon unter Palmen und sengender Sonne? Eine schöne Vorstellung, aber irgendwie zu gewöhnlich. Daher entschieden wir uns damals für etwas völlig anderes – Island. Und es war eine großartige Entscheidung.

Island

 

Island ist mit rund 103.000 km² der zweitgrößte Inselstaat Europas und fasziniert vor allem mit einem – nämlich einer atemberaubenden, einzigartigen Natur und Landschaft. Island ist eine Vulkaninsel und besteht zu 64% aus Lavawüste und Ödland, zu 12% aus Gletscher, zu 21% aus Gras- und Weideland und zu 3% aus Binnenseen.

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Traumhafte Fjorde, beeindruckende Wasserfälle und viele schöne Seen gehören genauso zu den außerordentlichen Naturkontrasten wie die Lavalandschaften mit dampfenden heißen Quellen und Geysiren. Die Hauptstadt Reykjavik liegt im Südwesten, wo etwa zwei Drittel der isländischen Bevölkerung lebt.

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Der letzte größere Vulkanausbruch war der Ausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 2010. Mit seiner großen Aschewolke beeinträchtigte er den Flugverkehr für Wochen und verursachte damit den längsten Flugverbotsphase in Europa.

Auf Island wohnen mehr als 300.000 Menschen, die Währung ist die isländische Krone und trotz wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den letzten Jahren, ist Island ein sehr teures Reiseland. Ich erinnere mich noch, dass wir in der Hauptstadt Reykjavik damals ein normales Subway Baguette für umgerechnet 14 Euro gegessen haben – und das war noch eine der preiswerteren Verpflegungsoptionen.

Die beste Reisezeit für Island ist der relativ milde Sommer mit Temperaturen von ca 10-15° Celsius. Da Island nahe dem nördlichen Polarkreis liegt, sind die Tage in den Sommermonaten besonders lang. So richtig dunkel wird es kaum. Island ist ein sicheres Land. Kriminalität existiert kaum.

Die Bevölkerung Islands ist zu rund 80% evangelischen Glaubens, was darauf zurückzuführen ist, dass im Jahr 1.000 das Christentum zur Staatsreligion erklärt worden ist. Dementsprechend findet man in Island zum Teil wunderschöne, zumeist sehr gut instand gehaltene Kirchen, selbst an den abgelegensten Orten.

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Nachfolgend möchte ich euch noch ein paar Sehenswürdigkeiten nennen, die ihr unbedingt bei einem Islandbesuch mit einplanen solltet.

Reykjavík – Die nördlichste Hauptstadt der Erde

Reykjavík ist die größte Stadt des Landes und die Heimat von ca. 120.000 Isländern. Der Name bedeutet so viel wie “Rauchende Bucht” und ist vermutlich auf die umliegenden heißen Quellen zurückzuführen. Gegründet vom Wikinger Ingólfur Arnarson bestand der Ort lange Zeit nur aus Bauernhöfen. Erst im 19. Jahrhundert wandelte sich Reykjavík zu einer blühenden Stadt. Heute ist die Stadt Bühne für Kunst und Musik. Viele nationale Künstler wie „Björk“, „Sigur Rós“ und „Emiliana Torrini“ sind bis weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Mir persönlich hat vor allem das Stadtbild sehr gefallen. Die Dächer in zumeist bunten Farben, die Innenstadt sehr sauber und die weit durch die Stadt sichtbare Hallgrimskirche prägen das sehr schöne Stadtbild.

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Westmänner-Inseln

Die Westmänner-Inseln sind eine vulkanische Inselgruppe, die rund 20 Kilometer südlich des Festlandes liegt. Sie besteht aus 14 Inseln, wobei Heimaey die größte und zugleich einzige ständig bewohnte Insel ist. Rund 4.000 Isländer leben auf ihr. Die Westmännerinseln sind Teil eines eigenständigen, nach ihnen benannten Vulkansystems. Zwei recht bekannte Vulkane sind der Helgafell und der Eldfell. Letzterer brach zuletzt 1973 aus und löste eine der größten Evakuierungen des Landes aus. Auf den Westmänner-Inseln kann man wunderschöne Wanderungen entlang der Küste oder auf den Vulkan Eldfell absolvieren. Hier bieten sich einzigartige Panoramen dar. Mit ein wenig Glück begegnet man dabei sogar Papageientauchern.

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„Golden Circle“ – Thingvellir, Geysir, Gullfoss

Der Klassiker unter den Tagesausflügen von Reykjavík aus ist das Trio Þingvellir, Geysir und Gullfoss. Das alte Parlament Þingvellir liegt direkt am beeindruckend anzuschauenden Grabenbruch zwischen amerikanischer und europäischer Kontinentalplatte. Der Name bedeutet übersetzt „Ebene der Volksversammlung“. Hier haben die norwegischen Wikinger schon vor über 1.000 Jahren ihre Versammlungen abgehalten. Damit gehört dieser Ort zu den ältesten Parlamenten der Welt.

Der “große Geysir”, der der Namensgeber für alle Geysire ist, bricht heute nur noch sehr selten aus. Trotzdem wird man als Besucher nicht enttäuscht. Denn sein kleiner Bruder, der “Strokkur” eruptiert sehr regelmäßig ca. alle 5-10 Minuten. Die Wassersäule schießt dabei rund 25-35 Meter in die Höhe.

Der Gullfoss ist ein Wasserfall am Fluss Hvítá. Seine durchschnittliche Wasserführung beträgt etwa 110 Kubikmeter pro Sekunde. Er stürzt über zwei Stufen insgesamt 30 Meter in die Tiefe und war für mich einer der schönsten Anblicke während unseres Aufenthaltes auf Island.

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Wasserfälle – Skógafoss & Seljalandsfoss

Der Skógafoss fällt auf einer Breite von 25 Metern rund 60 Meter in die Tiefe. An der östlichen Seite des Wasserfalls führt der berühmte Wanderpfad Laugavegur über Þórsmörk bis nach Landmannalaugar. Laut einer Sage hat der Wikinger Þórólfsson einen Schatz hinter dem Skógafoss vergraben. Ein Junge fand die Kiste, konnte aber nur den Griff bergen. Dieser Griff ist heute im Museum Skógasafn zu besichtigen.

Ein weiterer ebenfalls sehr beeindruckender Wasserfall ist der Seljalandsfoss, welcher 66 Meter über die ehemalige Küstenlinie Islands in die Tiefe stürzt. Dieser Wasserfall liegt wie der Skógafoss unterhalb des Gletschers Eyjafjallajökull. Um den Seljalandsfoss kann von hinten herum gehen. Manchmal sieht man sogar Angler, die direkt im Wasserfall ihre Angel ausgeworfen haben. Nur wenige Gehminuten entlang der Felswand entfernt liegt der Glufrafoss welcher sich in einer halboffenen Schlucht befindet.

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Doch Island hat noch so viele andere tolle und spannende Orte zu bieten. Erwähnt sei dabei vor allem auch die Blaue Lagune. Diese bei Grindavik nahe der isländischen Hauptstadt Reykjavik liegende Lagune bietet einem ein herrliches Wellnesserlebnis in freier Natur. Das Wasser wunderbar warm während die Luft sauber und kühl ist. Dem Schlamm in diesem natürlichen Thermalbad wird übrigens heilende Wirkung nachgesagt. Unter anderem auch deshalb besuchen rund 100.000 Menschen jedes Jahr diese Attraktion.

Was mir persönlich von Island in Erinnerung geblieben ist, ist jedoch vor allem die unglaubliche Kraft und Lebendigkeit der Natur. Island lebt und brodelt und das spürt man auch. Selten habe ich mich der Natur so nah empfunden wie auf Island – einem wunderschönen, einzigartigem Land, das einem einmal im Leben eine Reise Wert sein sollte.

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26.01.2015|Spotlights|

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