Tag 7 – San Jose – Rosen, Mumien, ein gruseliges Haus und Baseball

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Reiseberichte

Tag 7 – San Jose – Rosen, Mumien, ein gruseliges Haus und Baseball

So langsam waren wir komplett in der hiesigen Zeit „angekommen“ – wir schliefen bis halb Acht! Gut erholt ging es zum Frühstück, das das vom Mariposa noch einmal deutlich toppte. Dieses „Complementary Breakfast“ hielt, was es versprach – Joghurt, Müsli, Toast, Waffeln, Rührei, Würstchen – alles vorhanden und entsprechend schlugen wir zu und stärkten uns für den Tag.

San Jose

San Jose ist die dritt größte Stadt Kaliforniens und als Hauptstadt des Santa Clara Countys das Zentrum des Silicon Valleys. Mit rund 1 Million Einwohner auf rund 460m² ist San Jose einer der reichsten Großstädte der USA.

Gegründet wurde die Stadt 1977 als Verbund von Bauern und beheimatet heute als Hightech Zentrum Firmen wie IBM, Cisco, Ebay oder Adobe Systems. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem: die Basilica St. Joseph, das Winchester Mystery House, das The Tech Museum of Innovation und das Rosicrucian Egyptian Museum. Es herrscht ein mittleres, mediterranes Klima und mit 300 Sonnentagen pro Jahr fällt hier deutlich weniger Regen als zum Beispiel in San Francisco.

 

Der Rosengarten

Als erstes fuhren wir zum Rosengarten und machten neben tollen Fotos auch einen richtig schönen Spaziergang zwischen all den verschiedenen Rosenarten.

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Das Ägyptische Museum

Danach liefen wir zum ganz in der Nähe befindlichen Ägyptischen Museum, welches uns allen richtig gut gefiel. Wunderschöne Außenanlage, tolle Ausstellungsstücke, Geschichte anschaulich und lebendig erzählt – inklusive Grabkammer und Mumien. Klasse!

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Das Winchester Mystery House

Nach so viel Kultur und Geschichte ging es nun zum Winchester Mystery House. Zwar hatten wir hier noch einiges an Wartezeit bis zu unserer im Voraus gebuchten Tour zu überbrücken, aber ein Rundgang durch den schön gepflegten Garten und durch den Souvenirshop verkürzte die Zeit auf angenehme Weise.

Der nun folgende 75 minütige Rundgang war super spannend. Verrücktes Haus! Türen ins Nichts, Geheimgänge, unzählige Räume und Geheimnisse und viele spannende Anekdoten machten das Ganze zu einem tollen Erlebnis für die ganze Familie. Ein Beispiel: Sarah Winchester empfing grundsätzlich keine Gäste und machte einst auch bei Präsident Roosevelt keine Ausnahme und bat ihn zum Hintereingang anstatt ihm an der Vordertür Einlass zu gewähren.

Sarah Winchester selbst verließ das Haus quasi nie und hielt jede Nacht zwischen 0 und 2 Uhr Séancen mit Geistern ab. Spooky! Insgesamt sahen wir 110 Räume und liefen eine Meile im Haus ab, welches nebenbei erwähnt 160 Räume, 2000 Türen, 10000 Fenster, 3 Stockwerke, 13 Bäder, aber nur eine Dusche beinhaltet.

Winchester Mystery House

Das Winchester Mystery House gehörte der Witwe des Waffenproduzenten William Winchester, Sarah und wurde ganze 38 Jahre lang erbaut (1884-1922). Es ist ein ausgesprochen außergewöhnliches Wohnhaus mit 160 Zimmern, darunter 40 Schlafzimmer auf 4 Etagen, sowie 47 Kaminen, 17 Schornsteinen, mehrere Geheimgänge und über 1000 Fenster.
Zu den Kuriositäten zählen unter anderem Türen, hinter denen einfach eine Wand ist, eine Treppe, die sieben Stufen hinab und dann wieder elf hinauf führt, eine Treppe, die einfach in der Decke endet und eine Tür, die in den Abgrund führt.
Sarah Winchester war von der Furcht besessen, von den Geistern, der mit Winchester-Gewehren Getöteten im Schlaf heimgesucht und getötet zu werden. Daher hat sie ihre Villa wie ein riesiges Labyrinth bauen lassen und täglich in anderen Zimmern übernachtet, um nicht von den Geistern gefunden zu werden – so zumindest der Volksglaube.
Das Haus inspirierte Stephen King zu seinem Drehbuch für das “Haus der Verdammnis” und auch eine Folge der Jugendkrimireihe Drei Fragezeichen mit dem Titel “Haus des Schreckens” basiert darauf.
Das Haus kann in Rahmen von Führungen besichtigt werden. Sehr zu empfehlen sind auch die Taschenlampen-Touren an Halloween.

 

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Nach diesem Erlebnis fuhren wir zurück ins Hotel und zogen uns um, da es inzwischen richtig heiß geworden war und wir am Nachmittag noch zum Baseball wollten. Als wir wenig später am Municipal Stadium der Giants ankamen, wunderten wir uns bereits über die zahlreichen anstehenden Fans. Da noch Zeit war, ignorierten wir das erst einmal und drehten noch eine Runde im benachbarten japanischen Garten, der jedoch bei weitem nicht so schön war wie der im Golden Gate Park.

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Die San Jose Giants

Und so kehrten wir schon nach kurzer Zeit zum Stadion zurück und stellten uns nun ebenfalls an die inzwischen immens gewachsene Schlange aus Fans an. Als der Einlass dann startete und wir am Eingangstor ankamen, verstanden wir dann auch den Andrang. Die ersten 300 Fans bekamen ein Fangeschenk. Und siehe da, wir waren ebenfalls noch darunter und bekamen alle drei eine San Jose Giants Baseball Figur! Klasse!

Das Spiel selbst war ein echtes Erlebnis. In jeder Pause zwischen den Innings gab es irgendeine Form von „Action“. Von Luftgitarren-Wettstreit, über Zielwerfen bis hin zu „T-Shirts für die am lautesten schreienden Fans“ war alles dabei. Und das Publikum ging bei jedem Spielchen voll ab. Amazing. Natürlich erlebten wir auch die live gesungene Hymne, bei der das komplette Stadion aufstand und mitsang. Ein Gänsehaut-Moment. Dass die Giants leider einen schwarzen Tag hatten und deutlich verloren, geriet da schon fast zur Nebensache. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß und staunten, wie sehr das zumeist amerikanische Publikum „mitging“ und diesen Spieltag mit der zumeist ganzen Familie zelebrierte. Natürlich gab es auch BBQ & Co. Wir aßen Hot Dogs, Corn Dogs, Eis und ein Cheesesteak und staunten, was der Durchschnittsamerikaner so nebenbei wegschaufeln konnte.

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Gegen Acht waren wir dann wieder im Hotel und packten für die Fahrt in den Yosemite National Park am nächsten Tag. Schließlich wollten Cremes, Shampoo & Co griffbereit separiert werden, da wir unser Auto morgen zunächst samt Gepäck im Park abstellen wollten. Bären brechen nämlich für Lebensmittel und solche duftenden Dinge auch gern mal ein Auto auf, was wir natürlich vermeiden wollten.

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10.08.2014|Reiseberichte, USA|

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