Tag 9 – Yosemite National Park

Reiseberichte

Tag 9 – Yosemite National Park

Tag 2 im Yosemite National Park. Um halb acht waren wir bereits auf den Beinen – inzwischen war das nämlich eine gute Zeit für uns geworden, um in den Tag zu starten. Wir machten uns auf den Weg zum Frühstücksraum, wo wir uns ausführlich und überraschend gut für den Tag stärkten. Das Frühstücksbüfett hatte alles, was das Herz begehrte und der sehr große Frühstücksraum bot dieses Mal auch genügend Platz.

Mariposa Grove

Anschließend stiegen wir ins Auto, um im Süden des Parks die riesigen, alten Mammutbäume im Mariposa Grove anzuschauen. Die Fahrt dorthin dauerte etwa eine Stunde. Unterwegs konnten wir in dem morgendlichen Licht einiges an schönen Aufnahmen machen und auch ein paar Rehe zeigten sich uns erneut.

yosemite national park

 

yosemite national park

 

Bei der Parkplatzsuche hatten wir dann richtig Glück. Wir bekamen den letzten freien Slot – nach uns wurde der Parkplatz geschlossen.

Mariposa Grove

Mariposa Grove liegt direkt hinter dem südlichen Parkeingang in 1.700 Metern Höhe. Hier findet man riesige Sequoia-Mammutbäume vor. Diese können über 100 Meter hoch und mehr als 2.000 Jahre alt werden. Ein sehr schöner Wanderweg führt an den über 500 Sequoias vorbei durch den Hain. Der Name Mariposa stammt von dem spanischen Wort für Schmetterling. Zu den Highlights gehören u.a. der „Fallen Monarch“, die Baumgruppe „Bachelor & Three Graces“ und der „Grizzly Giant“. Dieser ist 63,8 Meter hoch und hat einen beachtlichen Durchmesser von 9,2 Meter am Boden.

 

yosemite national park

 

yosemite national park

 

Zu Fuß und mit vier Flaschen Wasser bewaffnet, machten wir uns auf den Weg und bestaunten die riesigen, alten Bäume, die teilweise über 2.000 Jahre alt waren. Wahnsinn, was diese Bäume schon alles überdauert haben. Der Grizzly Giant als der älteste lebende Sequoia der Welt ist bereits 2.700 Jahre alt. Beeindruckend auch die riesigen Stämme und die Höhe der Sequoias.

Unsere Wanderung stellte sich allerdings zunehmend als anstrengend heraus, denn bei großer Hitze führte der Weg teilweise recht steil bergauf. Als Ziel hatten wir uns das Museum im oberen Teil des Waldes gesetzt. Wir erreichten es nach ca. 100 Minuten, waren aber etwas enttäuscht, da es sich nur um einen einzelnen, kleinen Raum mit ein paar Bildern und Modellen handelte. Also machten wir uns schon relativ bald wieder an der Rückweg, wo wir dieses Mal allerdings weitestgehend der Straße abwärts folgten.

Nach insgesamt 3 Stunden und 9 Kilometern Wegstrecke waren wir dann wieder am Parkplatz und genehmigten uns dort dann erst einmal ein großes Eis.

yosemite national park

 

Hinweis: Der Mariposa Grove wurde Ende 2014 zwecks Neugestaltung geschlossen. Er öffnet voraussichtlich erst im Frühjahr 2017 wieder seine Pforten. Mehr Informationen dazu auf der offiziellen Parkseite.

Spektakuläre Aussichten im Yosemite National Park

Nun ging es mit dem Auto wieder zurück Richtung Zentrum des Parks – allerdings nicht ins Valley, sondern zum Glacier Point, dem wohl bekanntesten Aussichtspunkt im Yosemite. Was für eine gigantische Aussicht!! Der Halfdome, El Capitan, das gesamte Valley – alles liegt einem hier zu Füßen und man hat eine herrliche Fernsicht. Von heraus entdeckten wir auch die letzten beiden Wasserfälle, die noch nicht ausgetrocknet waren. Alle anderen Wasserfälle fielen nämlich zu dieser Jahreszeit schon der Hitze zum Opfer.

Glacier Point

Der Glacier Point ist der wohl beeindruckteste Aussichtspunkt im Park. Hier kann man in 2.199 Metern Höhe auf einer weitläufig angelegten Aussichtsplattform den gesamten Park überblicken. Dieser atemberaubende Rundblick auf den Half Dome, den man von der Seite sieht, die Nevada und Vernal Falls rechts daneben und den 975 Meter tiefer gelegenen Tal Grund mit dem Merced River und dem winzig anmutenden Yosemite Village sorgen dafür, dass der Parkplatz des Glacier Points meist hoffnungslos überfüllt ist.
Zwei Wanderwege gehen von hier ab: Der 13,6 Kilometer lange Panorama Trail und der 20,9 Kilometer lange Pohono Trail. Im Concessions Building kann man sich mit Andenken und Snacks versorgen. Der Aussichtspunkt ist komplett rollstuhl- und kinderwagengerecht angelegt.

 

yosemite national park

 

El Capitan

Direkt hinter dem Bridalveil Fall an der Nordseite des Tals befindet sich ein gewaltiger Granitfelsen mit dem Namen „El Capitan“. Er besitzt eine 914 Meter hohe Steilwand, die in über 100 Millionen Jahre von Gletschern geschliffen wurde. Dieser Granitfels ist nahezu Riss frei und mit rund 1.300 Hektar graubraunen Granits der größte freistehende Granit-Monolith der Welt. Er ist sehr beliebt bei Kletterern und biete vielfältige Herausforderungen. Eine besonders schwere bildet dabei seine Nase, welche die südwestliche Seite des Felsens von der südöstlichen teilt. Erstmals bestiegen wurde die Nase 1958 von Warren J. Harding, Wayne Merry und George Whitmore. Das dauerte ganze 47 Tage. Heute brauchen Kletterer dazu etwa 2-3 Tage. Der Name El Capitan ist eine Übersetzung der Eingeborenenbezeichnung „To-to-kon oo-lah“, welches nach dem Chief der Paiute Indianer dieser Region, To-to-kon, benannt wurde.

 

yosemite national park

 

yosemite national park

 

Nach einer kurzen Rast und vielen Fotos ging es nun wirklich wieder Richtung Tal – allerdings nicht ohne noch am Tunnel-View, einem ebenfalls tollen Aussichtspunkt mit Blick direkt ins Tal, anzuhalten. Diesen kann man übrigens leicht verpassen, wenn man nicht weiß, dass direkt nach dem Tunnel aus Süden kommend, ein kleiner Parkplatz ist.

yosemite national park

 

Zurück im Tal

Im Tal steuerten wir erneut das Visitor Center an, in dessen Nähe wir am Vortag sehr gute Burger gegessen hatten. Leider kamen wir genau 3 Minuten zu spät, denn der Laden hatte um 17 Uhr dicht gemacht. wir trafen exakt um 17.03 Uhr ein. Hmpf! Also fuhren wir zurück ins Half Dome Village und steuerten dort die hiesige Pizzeria an – denn inzwischen waren wir echt ausgehungert. Selbst Lucas, der sonst kein großer Freund von Pizza ist, langte ordentlich zu.

Nach einem kurzen Abstecher in den Markt ging es dann wieder ins Zimmer, wo wir den Tag ausklingen ließen. Susi & Lucas setzten sich dazu auf die Terrasse vor unserer Unterkunft während ich die beiden von drinnen im Blick behielt und schon den nächsten Tag plante.

Erkunde die Welt abonnieren

12.08.2014|Reiseberichte, USA|

Hinterlasse mir einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz

Send this to a friend