Kalifornien – Der Goldene Staat

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Kalifornien – Der Goldene Staat

Kalifornien, das den Beinamen „Goldener Staat“ (Golden State) führt, ist unter den Bundesstaaten flächenmäßig der drittgrößte und hat damit in etwa die doppelte Größe von Großbritannien.

Kalifornien – Der Goldene Staat

 

Fläche in qkmEinwohnerAbkürzungHauptstadtOrtszeit
423.97037.253.956CASacramentoMEZ -9

 

Kalifornien ist größer als Deutschland und die Schweiz zusammen. Den Beinamen verdankt der Staat seinem sonnigen Klima und der Zeit des „Goldrausches”. Gemessen an der Zahl der Einwohner ist Kalifornien der bevölkerungsreichste Staat der USA. Jeder achte Amerikaner wohnt hier. Jeder dritte Einwohner ist spanischsprachiger Abstammung, knapp 12 % der Bevölkerung haben asiatische Vorfahren. Der Anteil der Weißen ist auf 47 % gesunken. Die größten Städte sind Los Angeles (rd. 3,7 Mio.), San Diego (über 1,3 Mio.), San Jose (ca. 950.000), San Francisco (über 800.000) und Fresno (ca. 500.000).

Die Landschaft ist vielfältig und bietet fast von jedem etwas: Strände, Berge, zerklüftete Küsten, Wüsten, Wälder und Weinberge. Hier findet man den höchsten Berg der USA außerhalb Alaskas (Mount Whitney, über 4.400 m hoch) und auch den tiefsten Punkt (Death Valley, 86 m unter dem Meeresspiegel).
Die klimatischen und geographischen Vorzüge des Landes machen es zu einem der beliebtesten Wohn- und Tourismusgebiete der USA. Die Landschaft ist vielfältig: Badestrände am Pazifik, Gebirgsketten der Sierra Nevada und Sanddünen im Tal des Todes. Dabei schreckt nicht einmal die beständige Erdbebengefahr durch die San-Andreas-Spalte, die sich auf einer Länge von über 900 km von Mexiko bis zum Norden San Franciscos hinzieht.

Doch Kalifornien ist nicht nur Urlauberparadies, der Staat ist bedroht von Wassermangel, Waldbränden und Finanznot. Das Budgetdefizit hat in 2002 eine Rekordhöhe von rund 38 Milliarden Dollar erreicht. Die Liberalisierung des Strommarktes gilt als misslungen und das Ende des High-Tech-Booms ist absehbar. Die für sich genommen fünftgrößte Volkswirtschaft der Erde hat unter den 50 Bundesstaaten eine schlechte Kreditwürdigkeit.

Der Gouverneur ist Chef der Verwaltung und wird vom Volk direkt gewählt. Er hat keine Richtlinienkompetenz, aber dennoch beträchtlichen Einfluss. Er kann sein Veto gegen Entscheidungen des Parlaments einlegen und Sondersitzungen der Abgeordneten einberufen. Er hat weitgehende Kontrolle über die Finanzen und ist Herr über etwa 140.000 Staatsdiener. Nach Artikel 5 der Verfassung übt der Gouverneur das Gnadenrecht aus (allerdings finden in Kalifornien kaum noch umstrittene Hinrichtungen statt).

Erdbeben

Aus seismographischer Sicht muss in Kalifornien zu jeder Zeit mit einem „großen” Erdbeben gerechnet werden.

Aus seismographischer Sicht muss jederzeit mit einem „großen” Erdbeben gerechnet werden (the big one), zahlreiche kleinere Beben gelten als „üblich”. Die Erdbebengefahr im Bundesstaat Kalifornien ist um eine Vielzahl größer als die in anderen Staaten des Landes. Vgl. hierzu auch einen Artikel in der Welt. Das U.S. Geological Survey hat eine Karte für Kalifornien online, die eine Erdbebenvorhersage für die nächsten 24 Stunden beinhaltet. Üblicherweise haben die meisten Gebiete in Kalifornien eine Chance von 1 : 10.000 bis 1 : 100.000 für eine Erdbeben. Aber bei bestimmten Gebieten steigt das Risiko auf 1 : 1.000 für den Eintritt eines Erdbebens.

Klima und Wetter

Das Klima ist im Allgemeinen mild, mit warmen Sommern und kühlen Wintern. Die Ausdehnung von Kalifornien umfasst 100 Breitengrade und entsprechend groß sie die Klimaunterschiede. „It never rains in California“ ist nur ein Schlagertext, die Realität ist anders.

Südlich der Stadt Santa Barbara trifft das Klischee weitestgehend zu: blauer Himmel, Sonne, brütende Hitze. An der Küste kühlen die Winde, je weiter man ins Hinterland kommt, um so drückender wird es. Nördlich von Santa Barbara bis San Francisco ist das Wetter launischer. Es ist nicht mehr so heiß, das Wasser ist kühler und auch im Sommer stehen tagsüber häufiger Wolken am Himmel.

San Francisco selbst hat aufgrund seiner Belegenheit Wetterbesonderheiten. Die Sommermonate sind nicht heiß, denn der berühmte Nebel legt sich wie eine Dunstglocke über die Stadt und behindert die Sonneneinstrahlung. Die Golden Gate Bridge ist meist erst ab Mittag zu sehen, manchmal auch gar nicht. Viele Hotels haben daher keine Klimaanlage in den Zimmern. Als beste Reisezeit für San Francisco gelten Ende August bis Mitte Oktober.

Nördlich von San Francisco sind die Sommer merklich kühler und feuchter. Grauer Himmel und Wolken können sich auch mehrere Tage hintereinander halten. Für den Bereich südlich von San Francisco gelten die Monate April/Mai und September/Oktober als beste Reisezeiten. An der Küste herrscht dann wechselhaftes, frisches Wetter, im Binnenland ist es angenehm warm. Hauptsaison mit entsprechendem Andrang ist von Mitte Juni bis Mitte September.

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08.03.2014|Guides & Infos|

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