Im Oktober-Überblick berichte ich dir von meinen Ergebnissen im CFD-Handel & Trading der letzten Wochen, zeige dir meine Analysen und Schlussfolgerungen und stelle dir meine aktuellen Chartanalysen zum Dow Jones und Gold vor.

Chartanalyse Dow Jones

Der Dow Jones hat potentiell in den letzten Wochen ein kleines Doppeltop ausgebildet, was auf weiter fallende Kurse hindeuten könnte. Natürlich ist das so direkt vor der Wahl des Amerikanischen Präsidenten mit Vorsicht zu genießen. Biden führt in den meisten Umfragen, doch der Ausgang der Wahl und vor allem der Umgang Trumps mit einer eventuellen Niederlage ist komplett offen. Diese Unsicherheit zeigt sich deutlich in den Märkten. Hoffen wir, dass der Spuk nächste Woche vorbei ist.

Charttechnisch bleibe ich auf der vorsichtigen Seite. Im Moment spricht für mich vieles eher für weiter fallende Kurse.

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Chartanalyse Gold

Gold steckt noch immer in der Konsolidierung, die nun inzwischen eher wie ein Keil ausschaut. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass Gold nach einem weiteren kurzen Rücksetzer wieder nach oben dreht und nach Norden ausbricht für höher ein, als ein Rückfall in den alten Trendkanal, an dessen oberer Kante wir uns aktuell bewegen. Trotzdem sollte ein klarer Ausbruch abgewartet werden, bevor neue Positionen eingegangen werden.

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Trade Statistik Oktober 2020

In den letzten 3 Wochen zeigten sich unter dem Strich endlich wieder Wochengewinne nach einer langen Durststrecke von 7 negativen Wochen in Folge. Dieser Drawdown hat ein wenig an meinen Nerven gezerrt, trotzdem habe ich diszipliniert mein System weiter durchgezogen, denn ich glaube nach wie vor fest an mein System.

Viele Märkte stecken noch immer in Konsolidierungen bzw. trendlosen Seitwärtsbewegungen, die zunächst zu überdurchschnittlich vielen Verlusttrades geführt haben. Dementsprechend ist auch meine Gewinnquote böse in den Keller gegangen, während mein Payoff-Ratio stabil geblieben ist. Inzwischen hat mein System aber viele dieser Märkte auf die Ersatzbank gesetzt.

Mein durchschnittlicher Verlust beträgt gerade mal 0,25% des Depotvolumens obwohl mein initiales Risk pro Trade bei 0,5% liegt. Im nächsten Jahr beabsichtige ich, das initiale Risk auf 1,2 % zu erhöhen, um mein System optimal nutzen zu können und meine Tradingziele erreichen zu können.

Dieses Jahr steht gänzlich unter dem Aspekt der Verfeinerung und des Erlernens und Verstehens meine Systems in allen Details. Von daher bin ich mit der Entwicklung trotz eines aktuellen Verlustes von rund 9% recht zufrieden. Ich denke, ich werde bis Ende des Jahres auch wieder in die Gewinnzone vordringen.

Meine Backtests haben ergeben, dass ich bei sauberer Trade-Ausführung mit einer Gewinnquote von über 35% und einem Payoff-Ratio größer 3,7 rechnen kann. Das ergibt einen theoretischen Erwartungswert von größer 0,5 bei mehr als 600 Trades pro Jahr.

Das Wichtigste ist also weiterhin, diszipliniert zu bleiben und Fehler abzustellen. Apropos Fehler. Im Oktober habe ich 3 Fehler identifiziert, auf die ich gleich noch eingehen werde. Einer davon hat u.a. dazu geführt, dass ich einen weiteren Teil meines Systems automatisiert habe, um künftig diese Art von Fehler vermeiden zu können.

Inzwischen habe ich alle meine Ausstiege komplett automatisiert. Alle Einstiege können ebenfalls automatisiert erfolgen – vorausgesetzt, ich lege zuvor das Stop Loss Level fest und gebe – abhängig von der Großwetterlage im Tageschart – mögliche Positionseinstiege ein. Das ermöglicht es mir, nur noch wenige Male pro Tag auf die Charts schauen zu müssen.

Bei der Gelegenheit habe ich auch eine weitere Fehlerquelle in meinem System entdecken können – nicht synchonisierte Chartdaten bzw. fehlerhafte Daten meines Brokers. Für beide Fälle habe ich zusätzliche Sicherheitschecks in mein automatisiertes System eingebaut, die dafür sorgen, dass selbst fehlerhafte Daten erkannt und korrigiert werden.

Ich freue mich schon darauf, im nächsten Jahr die Ernte nach anderthalb Jahren Systementwicklung und -verfeinerung einfahren zu können. Ich bin überzeugt, 2021 auf Jahressicht mindestens 50% Gewinn einfahren zu können.

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Hinweis: Meine Zahlen sind auf ein fiktives Depotvolumen von 10.000 € am Jahresbeginn normiert, so dass ich meine Tradingresultate auch über verschiedene Jahre hinweg immer gut vergleichen kann.

Trade des Monats – Bitcoin

Mein bester Trade in diesem Monat war eine Position auf den Bitcoin, den ich aus einer engen Seitwärtsbewegung heraus einfahren konnte. Der Trade entwickelte sich schnell zu meinen Gunsten, so dass ich bei Erreichen der 5 R bzw. der 10 R Gewinnschwelle meinen Stop Loss immer enger nachgezogen habe. Am Ende blieben 9,3 R Gewinn, mit dem ich ausgesprochen zufrieden bin. Ein toller, fehlerfreier Trade wie ich ihn mit im Idealfall vorstelle.

Gewinn: +620 €

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Flop des Monats – EURAUD

Mein Flop des Monats des Monats war ein Put auf den EURAUD. Der Einstieg erfolgte sauber entsprechend meinen Regeln und entwickelte sich zunächst auch in die richtige Richtung. Über Nacht jedoch drehte das Währungspaar und wurde schließlich an meinem initialen Stop Loss mit 1 R Verlust ausgestoppt. Klingt korrekt, war es aber nicht. Denn ich habe eine Regel, die besagt, dass ich nach Rückkreuzen meiner signalgebenden EMAs in eine Gegenbewegung hinein verkaufe. Da ich jedoch verschlafen habe, diesen Verkauf vorsorglich bereits am Vorabend ins Tradingsystem einzugeben, erfolgte der Ausstieg erst beim initialen Stop Loss. Alternativ wäre der Verlust nur halb zu hoch ausgefallen.

Verlust: -40 €

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Begangene Fehler und Learnings

Im Oktober habe ich drei Fehler identifiziert auf insgesamt 58 Trades. Das entspricht einer Tradingeffizienz von 94,8 % – ein guter, aber noch immer ausbaufähiger Wert. Trotzdem bin ich auch über jeden identifizierten Fehler dankbar, denn nur so kann ich daraus lernen und die Fehler Schritt für Schritt abstellen.

Fehler 1: Verkauf in Gegenbewegung hinein verpasst

Über diesen Fehler habe ich ja bereits gesprochen. Statt einen kleinen Verlust zu verbuchen, indem ich regelkonform in eine Gegenbewegung verkauft hätte, wurde die Position erst am initialen Stop Loss ausgestoppt. Keine große Sache, aber auch Kleinvieh macht Mist. Ich habe daher auch diese Ausstiegsvariante inzwischen voll automatisiert, so dass das künftig nicht mehr passieren wird. Mein System basiert nun mal auf Stundenkerzen in Märkten, die man fast rund um die Uhr handeln kann. Da auch ich wie jeder andere Mensch schlafen muss, bleibt nur die Automatisierung, die ich immer weiter voran treiben werde.

Learning: Automatisiere so viel wie möglich – vor allem sämtliche Ausstiegsregeln

Lehrgeld: -30 €

Fehler 2: Zu weit in den Chart zoomen

In diesem Fall bin ich einen Trade eingegangen, basierend auf einer Chartkerze, die bei maximalen Zoom einen kleinen Kerzenkörper, wie ihn meine Einstiegsregel verlangt, aufwies. Der Trade entwickelte sich negativ und wurde mit 1 R Verlust ausgestoppt. Erst bei Hinschauen auf meine Standard-Zeiteinstellung habe ich erkannt, dass der Kerzenkörper viel zu klein war und somit meiner Einstiegsregel nicht standgehalten hätte. Der Verlust wäre also komplett vermeidbar gewesen. Ich werde künftig also besser darauf achten, den korrekten Zoom bei Charts zu verwenden.

Lehrgeld: -50 €

Fehler 3: Seitwärtsbewegung unsauber handeln

Ich bin inzwischen ganz gut darin, Seitwärtsbewegungen zu erkennen und zu handeln. In einer solchen Seitwärtsbewegung ignoriere ich meine Standardsignale und trade dagegen Breakouts auf Schlusskursbasis. Normalerweise ziehe ich die Grenzen dieser Seitwärtstrends durch Parallelen durch die Extrem-Schlusskurse der Kerzen. In dem Fall jedoch gab es nach einem Gap-up eine negative Kerze, dessen Eröffnungskurs höher lag, als ich den Seitwärtskanal eingezeichnet habe – unbewusst wohl aus dem Wunsch heraus, einen engeren Kanal zu definieren. Ich bin daraufhin einen Trade eingegangen nach einer Kerze, die auf Schlusskursbasis zwar meinen Seitwärtskanal gebrochen hat, jedoch noch innerhalb des eigentlich korrekten Kanals lag. Den Trade hätte ich also nicht eingehen dürfen. Prompt wurde der Trade nach nur einer weiteren Kerze am Stop Loss ausgestoppt. Ärgerlich.

Learning: Definiere Seitwärtsbewegungen sauber anhand der Extrem-Kerzenkörper – unabhängig davon, ob es Eröffnungs- oder Schlusskurse sind (Lunten und Dochte ignorieren).

Lehrgeld: -66 €

Mein Monats-Ziel November: Eine Tradingeffizient größer 96% !

 

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