Terror in Paris

Gedankenwelt

Terror in Paris

Eigentlich wollte ich heute einen weiteren schönen Reisebericht aus Irland veröffentlichen, aber nachdem ich vor einer Stunde die Nachrichten gelesen habe, finde ich das irgendwie nicht angebracht. So furchtbar, was da in der Nacht in Paris geschehen ist. So viele Tote und Verletzte. Wieder so ein feiger, hinterhältiger und grausamer Anschlag. Wieder Paris.

Als Blogger schreibt man oft oder viel mehr meistens über schöne Dinge, herrliche Reisen, beeindruckende Erlebnisse. Doch die Realität ist längst nicht immer diese schöne heile Welt, die auf Reiseblogs zumeist dargestellt wird. 2001 wurde die Welt mit dem Terror in New York ein erstes Mal erschüttert. Seit dem ist das ein allgegenwärtiges Thema. Auch wir machen uns sehr viele Gedanken darum, in welche Länder wir reisen und auf welche Länder wir aus Sicherheitsgründen verzichten. Und das ist so furchtbar schade. Es gibt so viele, wunderschöne Flecken, Orte, Länder und Städte auf dieser Welt und am liebsten möchten wir alle erkunden. Und doch, lässt sich – gerade mit Kind – der Sicherheitsgedanke nicht beiseiteschieben. Seit heute mehr denn je. An Krieg & Terror in den Nachrichten hat man sich irgendwie schon fast gewöhnt – so furchtbar das klingt. Aber wenn dann ein solcher Anschlag plötzlich nur 400 Kilometer weit entfernt stattfindet – in einer Stadt, die wir selbst erst vor wenigen Monaten erkundet und lieben gelernt haben, dann ist das plötzlich nochmal eine völlig andere Dimension.

Terror in Paris

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie betroffen ich bin. Traurig. Wütend. Fassungslos. Mein ganzes Mitgefühl gilt heute Paris – den Opfern, Angehörigen, Einwohner und Betroffenen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es den Menschen in Paris jetzt ergeht. Was in ihnen vorgeht. Anfang des Jahres bereits Opfer eines grausamen Anschlages geworden – Stichwort Charlie Hebdo – trifft es die Stadt nun schon wieder. Trifft es mich, die Pariser, die ganze Welt mitten ins Herz.

Ich kann nur hoffen und beten, dass Paris auch dieses Mal die Kraft hat, das alles zu verarbeiten, zu überstehen. Gerade die Stadt – nicht nur der Liebe, sondern auch der Freiheit – darf sich von so etwas nicht unterkriegen lassen. In solchen Momenten – so platt das klingen mag – wünsche ich mir einfach ein Stück mehr Frieden in der Welt. Und zwar, in der ganzen Welt. Gerade in solchen Momenten sollte uns allen bewusst werden, wie kostbar Freiheit & Frieden sind, wie furchtbar und traurig das Schicksal von Syrern, Afrikanern und von Kriegsflüchtlingen in aller Welt ist. Wir leben hier in Europa oft in einer „heilen Welt“. Dieses Glück haben nicht alle Menschen.

Ich möchte mit diesen losen Gedanken einfach nur gerade herauslassen, was in mir brodelt, was in mir vorgeht. Die Welt zu erkunden mag aufregend und schön sein – und ich bin sicher, wir werden noch viele tolle Reisen erleben – aber ich halte es auch für wichtig, die Augen nicht zu verschließen, sich mit dem zu beschäftigen, was in der Welt, in den Menschen vorgeht. Fremde Kulturen, Sitten, Völker, Ansichten kennen zu lernen, gehört zum Reisen auch dazu. Fanatiker, Terroristen und Attentäter gibt es leider Gottes auch. Von Globalisierung und friedlichem Miteinander ist die Menschheit heute leider noch sehr weit entfernt – aber jeder hat es selbst in der Hand, ein kleines Stück dazu beizutragen.

Ich wünsche den Parisern und uns allen, dass sie sich / wir uns nicht einschüchtern lassen. Meine Gedanken und mein Mitgefühl möchte ich heute Paris aussprechen. Ich hoffe sehr, dass wir alle Mittel und Wege finden, gegen Gewalt & Terror in der Welt vorzugehen. In Paris. In Europa. In Syrien. In der ganzen Welt. Niemand – egal wo – sollte in Angst leben müssen. Und wir alle tragen dafür die Verantwortung.

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14.11.2015|Gedankenwelt|

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3 Kommentare auf "Terror in Paris"

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Tabitha
User

Ja, an solchen Tagen kann man irgendwie nicht von schönen Reisen schreiben, weil einen das total mitnimmt. Mir ging es genauso. Auch, weil die weite Welt, in der wir uns so zu Hause fühlen, nicht zu einem Ort der Furcht werden darf.

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